Neuerliche Flut von gewinnwarnungen belasten den Markt
US-Börsen starten mit deutlichen Verlusten

Die nachbörslichen Gewinnwarnungen einiger Technologiefirmen sind die Ursache für eine neuerliche Abwärtsbewegung an der Wall Street.

dpa-afx NEW YORK. Die amerikanischen Aktienmärkte sind am Dienstag mit deutlichen Verlusten in den Handel gestartet. Eine neuerliche Flut von Gewinnwarnungen überschwemmte den Technologiesektor und belastete sowohl die Nasdaq als auch die Standardwerte im Dow Jones. Der Blue-Chip-Index verlor in den ersten Handelsminuten 1,69 % auf 9 611,65 Punkte. Noch deutlicher fielen die Werte an der Nasdaq: Der Composite-Index gab im frühen Handel 3,52 % auf 1 720,24 Punkte ab, nachdem er am Vortag auf ein 29-Monatstief gefallen war. Der marktbreitere S&P-500-Index sank um 1,72 % auf 1 126,16 Zähler.

Zudem hätten die jüngsten Konjunkturdaten kein einheitliches Bild von der derzeitigen Situation der US-Wirtschaft gezeigt. Sie verunsicherten den Markt zusätzlich. Es sei derzeit schwer zu sagen wann und in welchem Umfang die Notenbank die Leitzinsen erneut senken wird. Der am Montag veröffentlichte landesweite Einkaufsmanagerindex (NAPM) habe eher auf eine Erholung in der Industrie hin gedeutet, sagten Wall-Street-Analysten. Die am heutigen Dienstag veröffentlichten Auftragseingänge der verarbeitenden Wirtschaft hätten hingegen in eine andere Richtung gedeutet. Die Aufträge fielen im Februar um 0,4 % nach einem Minus von 4,3 % im Januar. Analysten hatten jedoch einen Anstieg von 0,1 % erwartet.

Ariba entlässt ein Drittel seiner Angestellten

Im Technologiesektor hätten vor allem Ariba den Verkaufsdruck erhöht. Der Anbieter von E-Commerce-Software und Dienstleistungen hatte am Montagabend gewarnt, dass die Ergebnisse im zweiten Quartal "deutlich geringer" als bisher erwartet ausfallen werden. Ariba erwartet einen operativen Verlust von 20 Cent bei einem Umsatz von 90 Mill. US $. Von First Call befragte Analysten hatten eine Gewinn von 5 Cent je Aktie und einen Umsatz von 180,3 Mill. US $ erwartet. Ariba kündigte gleichzeitig an, ein Drittel oder rund 700 seiner Angestellten zu entlassen. Die Aktien brachen bei sehr hohen Umsätzen um 16,35 % auf 5,44 US $ ein.

Das Internet- und Portal-Software-Unternehmen Inktomi sprach ebenfalls eine Gewinnwarnung für das zweite Quartal aus. Zudem wolle das Unternehmen seinen Personalbestand um bis zu 25 % verringern. Die Papiere von Inktomi stürzten um 39,07 % auf 3,79 US $ ab. Die Aktien des Internet-Portals und wichtigsten Kunden von Inktomi, Yahoo , fielen um 10,71 % auf 12,50 US $.

Die Anteilsscheine von Broadvision , die ebenfalls im E-Commerce-Sektor tätig sind, drittelten sich nahezu und notierten zuletzt mit 3,15 US $. Broadvision revidierten zum einen ihren Gewinn je Aktie für das vierte Quartal von 2 auf 1 Cent. Zum anderen senkte das Unternehmen seine Prognosen für das erste Quartal und kündigte Entlassung von 15% der Gesamtbelegschaft an.

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