Neuerungen gelten auch für Windows XP
Microsoft überrascht mit positivem Umsatzkommentar Analysten

Der Softwaregigant hatte am Mittwoch nach Börsenschluss erklärt, mit einem Umsatz zwischen 6,5 Mrd und 6,6 Mrd USD zu rechnen.

ap/vwd SEATTLE/NEW YORK. Microsoft Corp, Redmond, hat mit ihrer Erklärung, die Umsatzprognosen im vierten Quartal leicht übertreffen zu können, die Analysten überrascht. Der Softwaregigant hatte am Mittwoch nach Börsenschluss erklärt, mit einem Umsatz zwischen 6,5 Mrd und 6,6 Mrd USD zu rechnen. Gleichzeitig hatte Microsoft mitgeteilt, dass das Ergebnis durch Investmentverluste um 2,6 Mrd USD belastet werden wird. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen gerade durch hohe Investmentgewinne seine Ergebnisse aufgepäppelt.

Viele Analysten sind jedoch eigenen Angaben zufolge bereit, die Investmentverluste als zweitranging einzustufen. In einem Umfeld, in dem eine Reihe großer Technologiekonzerne über flaue Umsätze klagten, sei die Erklärung von Microsoft eine "freudige Überraschung", hieß es. Dies sei auf Grund des rauhen Umfeldes so nicht erwartet worden und damit ziemlich beeindruckend, sagte Greg Vogel, Analyst bei Bank of America Securities. Als positiven Faktor für das Microsoft-Ergebnis wertete er unter anderem die Einführung von Office XP im Juni.

Microsoft erweitert Lizenz

Gleichzeitig teilte Microsoft mit,den Computerherstellern zu erlauben, selbst zu entscheiden, welche Programmverknüpfungen auf der Bildschirm des Betriebssystem Windows zu sehen sind. Die Änderungen betreffen auch das neue Betriebssystem Windows XP, das aber wie geplant am 25. Oktober erscheinen soll, wie Microsoft-Chef Steve Ballmer erklärte.

Die Computerhersteller können jetzt zum Beispiel das so genannte Icon von Microsofts Internet Explorer vom Bildschirm entfernen und Icons etwa von Firmen wie RealNetworks oder AOL hinzufügen. Für Windows XP hatte Microsoft eine völlig freie Bildschirmoberfläche vorgesehen, ohne jegliche Verknüpfungen zu den Programmen auf dem Computer. Aber auch dies hätte nach dem Urteil der Richter gegen das Gesetz verstoßen.

In seinen früheren Lizenzbestimmungen hatte es Microsoft den Rechnerherstellern noch gänzlich untersagt, die Bildschirmoberfläche von Windows zu verändern. Später durften sie dann die Symbole von Programmen anderer Firmen wie zum Beispiel Netscape hinzufügen. Das Bundesberufungsgericht hatte im vergangenen Monat bei der Revision des Urteils zur Zerschlagung von Microsoft, was von den Richtern als zu weitgehend abgelehnt wurde, festgestellt, dass Microsoft mit seinen Beschränkungen den Wettbewerb behindert habe. Es habe sein Monopol missbraucht, um Wettbewerber vom Desktop und damit vom Markt zu verdrängen.

Ballmer sagte, die Entscheidung zur Lizenzpolitik sei keine Beilegung des Rechtsstreits und beeinflusse auch nicht die weitere juristische Auseinandersetzung. `Wir haben anerkannt, dass einige Bestimmungen in der Windows-Lizenz vom Gericht beanstandet wurden, deshalb geben wir den Herstellern jetzt größere Flexibilität", sagte Ballmer. Die Änderungen gelten ab sofort und auch für ältere Windows-Versionen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%