Neues Antidepressivum zeigt nicht die gewünschte Wirkung: Merck KgaA bricht Kooperation mit Glaxo ab

Neues Antidepressivum zeigt nicht die gewünschte Wirkung
Merck KgaA bricht Kooperation mit Glaxo ab

Das neue Medikament Vilazodone wird vorerst nicht an Patienten getestet. Gemäß Lizenzvertrag gibt GSK daher die Rechte an Merck zurück.

REUTERS. Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat bei der Entwicklung eines Medikaments gegen Depressionen einen Rückschlag erlitten. Merck habe sein gemeinsames Entwicklungsprogramm mit dem britischen Pharmakonzern Glaxo Smithkline (GSK) für das Anti-Depressivum Vilazodone abgebrochen, teilte Merck KGaA mit.

Nach vorliegenden Ergebnissen rechtfertigten Daten einer klinischen Phase IIB-Prüfung einen Übergang der Substanz in die Phase III nicht. Gemäß Lizenzvertrag gebe GSK daher die Rechte an Vilazodone an Merck zurück, hieß es weiter. Nach erfolgreicher klinischer Überprüfung der Phase III, bei der ein Medikament an einer hohen Patientenzahl getestet wird, steht üblicherweise die Zulassung durch die Gesundheitsbehörden an.

Merck prüft nun eine Reihe von Optionen zur möglichen Weiterentwicklung, sagte ein Konzernsprecher.

"Das ist keine gute Nachricht", sagte Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Zwar habe sich Merck zuletzt auf neue Krebsmedikamente konzentriert und nicht auf Antidepressiva. "Bei einem Erfolg in der Entwicklung hätte Merck aber das Produkt voll an GSK auslizenziert und dafür Gelder erhalten", sagte der Analyst.

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