Neues Etikettierungssystem für Rindfleisch
EP: Deutscher Bundesrat verschleppt Verbraucherschutz

vwd BRÜSSEL. Dem Deutschen Bundesrat wird von der verbraucherpolitischen Sprecherin der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament vorgeworfen, Verbraucherschutz im Sinne von "Dienst nach Vorschrift" zu betreiben. Dagmar Roth-Behrendt kritisiert, dass in Deutschland die Rindfleischetikettierung, die den Kunden über den Weg des Tieres von der Geburt bis zur Kühltheke informieren soll, nicht bereits am 1. September eingeführt wird.

Ab diesem Datum gilt europaweit ein neues Etikettierungssystem für Rindfleisch in jeglicher Form, das Auskunft darüber geben soll, in welchem Land das Tier geschlachtet und zerlegt worden ist. Ab September 2002 soll dann auch noch der Geburts- und Mastort auf den Etiketten nachlesbar sein.

Anders als in anderen EU-Staaten seien in Deutschland aber die technischen Voraussetzungen gegeben, alle diese Daten ab sofort anzugeben, wie es von der Bundesregierung ursprünglich auch geplant gewesen sei, so Roth-Behrendt. Die Bundesländer hätten dies aber mit Kostenargumenten abgelehnt, was ein Beispiel dafür sei, wie es ohne europäische Initiativen um den nationalen Verbraucherschutz bestellt wäre.



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