Neues Gemeinschaftsunternehmen in China
Shell mit Großinvestition in China

Die Shell-Tochter Shell Chemicals teilte mit, sie habe mit CNOOC den Vertrag zur gemeinsamen Errichtung einer petrochemischen Anlage mit einem Investitionsvolumen von 9,3 Mrd. DM unterzeichnet.

Reuters AMSTERDAM/PEKING. Der Ölkonzern Royal Dutch/Shell und die chinesische CNOOC bilden mit einer Milliarden-Investition das nach Medienberichten größte Gemeinschaftsunternehmen unter Beteiligung eines ausländischen Konzerns in China. Die Shell Shell-Tochter Chemicals teilte am Wochenende mit, sie habe mit CNOOC den Vertrag zur gemeinsamen Errichtung einer petrochemischen Anlage mit einem Investitionsvolumen von vier Mrd. $ (9,3 Mrd. DM) unterzeichnet. Die Verhandlungen darüber hatten 1988 begonnen. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, es handele sich um das größte Gemeinschaftsunternehmen, an dem ein ausländischer Investor beteiligt sei.

Shell unterhält bereits über 20 Öl- und Petrochemie-Projekte in China. Das neue Gemeinschaftsunternehmen ist eines von mehreren Großinvestitionen, die ausländische Konzerne in diesem Jahr angekündigt haben - darunter ein 1,9-Milliarden-Dollar- Projekt des amerikanischen Technologiekonzerns Motorola.

Der Bau der Anlage im südchinesischen Huizhou (Provinz Guangdong) wird nach Angaben beider Partnerunternehmen im großen Stil wahrscheinlich Anfang 2003 beginnen. Der Betrieb solle Ende 2005 aufgenommen werden. Das Gemeinschaftsunternehmen wird voraussichtlich rund 2,3 Mill. Tonnen Erdölprodukte jährlich herstellen und mit Lieferungen an Kunden vor allem in Guangdong und chinesischen Küstenregionen einen Umsatz von 1,7 Mrd. $ erzielen.

Nach dem Xinhua-Bericht wird Shell , Chemicals 50 % an dem Gemeinschaftsunternehmen halten, die andere Hälfte liegt in den Händen von CNOOC (China National Offshore Oil Corporation) und der Guangdong Investment and Development Company. Ob das Investitionsvolumen gleichmäßig verteilt wird, war unklar.

Das Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen CNOOC and Shell Petrochemicals Company muss noch von der chinesischen Regierung genehmigt werden. Beobachter haben an der Zustimmung aber kaum Zweifel, nachdem bei der Unterzeichnungsfeier hohe Staatsvertreter anwesend waren - unter ihnen Parlamentspräsident Li Peng - und die staatlichen Medien breit darüber berichteten.

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