Neues Geschäftsmodell
Neues Dateiformat ".NAP" soll Napster retten

vwd CAMBRIDGE. Die Online-Dateientauschbörse Napster Inc, Redwood City, setzt auf ein neues Dateiformat. ".NAP" soll die Möglichkeit bieten, Musikdateien so zu tauschen, dass die Urheberrechte der Musikindustrie dadurch nicht verletzt werden, berichtet der Fachinformationsdienst Wired Digital, San Francisco, am Freitag. Napster gehe davon aus, dass der eigene Markenname mittlerweile mehr wert sei als das ".MP3"-Dateiformat, mit dem sich Musikdateien soweit kompimieren lassen, dass sie problemlos über das Internet verschickt werden können, kommentierte das Marktforschungsinstitut Webnoize Inc, Cambridge.

Am Freitag werden erneut beide Seiten in dem von der Recording Industry Association of America (RIAA), Washington, gegen Napster angestrengten Verfahren angehört. Marktforscher von Webnoize glauben, dass es ".NAP" zu einen guten Einstieg in den Massenmarkt verhelfe, dass bis zu 1,9 Millionen Nutzer gleichzeitig über Napster Dateien tauschen. Die Voraussetzung sei allerdings, dass BMG, die Musiktochter der Bertelsmann AG, Gütersloh, die anderen Plattenlabels, die wegen Urheberrechtsverletzungen gegen Napster klagen, vom gebührenpflichtigen neuen Geschäftsmodell Napsters überzeugen kann. Bertelsmann war im vergangenen Oktober eine strategische Allianz mit Napster eingegangen.

Bertelsmann könnte sich dem Bericht zufolge auf diese Weise drei neue Einnahmequellen erschließen: Mitgliedsgebühren für Napster, CD-Verkäufe über CDNow und Lizenzgebühren für das proprietäre Dateiformat von Hard- und Softwareunternehmen.

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