Neues Gespräch geplant
Irak: Fortschritte bei Beratungen über Waffensinspektionen

Die UNO und der Irak haben ihre Beratungen über eine Wiederaufnahme der Waffeninspektionen in dem Golf-Staat positiv bewertet, sind aber noch zu keiner Einigung gelangt.

Reuters NEW YORK. Bei einem Gespräch von UNO-Generalsekretär Kofi Annan und Iraks Außenminister Nadschi Sabri vereinbarten beide Seiten am Donnerstag in New York für Mitte April ein weiteres Treffen.

Es war das erste derartige Treffen zwischen beiden Seiten seit über einem Jahr. Annan bezeichnete das Gespräch im Anschluss als offen und nützlich und auch Sabri sprach von positiven und konstruktiven Beratungen. Die UNO erklärte, das neue Treffen werde mit einer bereits "im Vorfeld gut festgelegten Tagesordnung" stattfinden. Bislang verweigert der Irak den Inspektoren der UNO den Zugang ins Land.

Annan gegen Militärschlag

Annan hatte vor dem Treffen erklärt, er werde auf eine Rückkehr der Inspektoren in den Irak dringen. Gleichzeitig lehnte Annan einen Militärschlag gegen Irak ab. US-Präsident George W. Bush hatte im Januar Irak gemeinsam mit Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet und gesagt, Irak müsse die Inspektoren ins Land lassen oder die Konsequenzen tragen. Ein militärisches Vorgehen schloss Bush dabei nicht aus.

Die UNO-Inspektoren, die eine vermutete Entwicklung von Massenvernichtungswaffen durch Irak überprüfen sollen, hatten den Irak 1998 vor einem Luftangriff der USA und Großbritanniens verlassen. Mit den Luftschlägen sollte Präsident Saddam Hussein gezwungen werden, die Inspektionen nicht länger zu behindern.

Handelssanktionen

Erst wenn die Inspektoren dem UNO-Sicherheitsrat bescheinigen, dass der Irak keine Massenvernichtungswaffen herstellen kann, kann der Rat eine Handelssanktionen aufheben, die die UNO nach dem Überfall Iraks auf Kuwait 1990 verhängt hatte.

Aus US-Regierungskreisen verlautete nach dem Treffen in New York lediglich, es sei klar gewesen, dass sich Irak nicht sofort zur Erfüllung der UNO-Resolutionen bereit erklären würde. "Das ist jedoch unsere einzige Erwartung an Irak", hieß es. Der britische UNO-Botschafter Jeremy Greenstock bezeichnete es als hoffnungsvolles Zeichen, dass eine Fortsetzung der Gespräche vereinbart worden sei. Für Schlussfolgerungen sei es jedoch noch zu früh.

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