Neues Grundsatzprogramm
Grüne wollen 50-Prozent-Frauenquote in Spitzenpositionen

Frauen sollen nach dem Willen der Grünen künftig die Hälfte aller Spitzenpositionen in Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft besetzen.

dpa BERLIN. Die knapp 700 Delegierten des Parteitags in Berlin verabschiedeten am Sonntag mit überwältigender Mehrheit das Kapitel zum "Aufbruch in eine geschlechtergerechte Gesellschaft" des neuen Grundsatzprogramms. Darin heißt es: "Frauen stellen mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Frauen wollen die Hälfte der Macht." In die Debatte schaltete sich auch der Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Außenminister Joschka Fischer, mit einem Plädoyer für die Gleichberechtigung ein.

Die Grünen appellieren an die anderen Parteien, "sich auf eine Pari-Pari-Quotierung zu einigen und Frauen eine bessere Chancen einzuräumen". Solange politische Macht und Entscheidungspositionen, bezahlte und unbezahlte Arbeit, Einkommen und Zeit nicht gerecht verteilt seien, gebe es eine "Gerechtigkeitslücke".

Fischer forderte, die Gleichstellung von Frauen und Männern zum Schwerpunkt im Wahlprogramm zu machen. Die Grünen müssten die Kraft aufbringen, die Frage der Geschlechtergerechtigkeit zu einer "zentralen Reformaufgabe" zu machen. Zur Forderung nach einer 50- Prozent-Quote sagte Fischer: "Das können auch wir Typen voll unterstützen."

In dem Kapitel treten die Grünen auch dafür ein, "dass das Recht der Frauen, sich selbstbestimmt und ohne äußeren Druck für oder gegen eine Schwangerschaft zu entscheiden, gewahrt bleibt". Die Grünen fordern außerdem ein flächendeckendes Angebot an Frauenhäusern.

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