Neues Logo vorgestellt
Merck erwartet für 2001 Umsatz bis 7,5 Milliarden Euro

"Wir rechnen für 2001 mit einem Umsatz von sieben bis 7,5 Mrd. ?," sagte Konzernchef Bernhard Scheuble am Montag am Rande einer Veranstaltung zur Präsention des neuen Merck-Firmenlogos in Frankfurt. 2000 hatte Merck 6,74 Mrd. ? umgesetzt.

Reuters FRANKFURT. Merck halte zudem daran fest, das Nettoergebnis prozentual auch vor Sonderposten zweistellig zu steigern. Scheuble räumte aber ein, dass sich das Chemie-Geschäft im Schlussquartal wohl etwas abschwächen werde. Zudem hieß es, in den nächsten zwei Jahren werde wahrscheinlich ein Pharma-Marketingpartner für die USA gefunden sein. Die Merck-Aktie legte im Handelsverlauf zu.

Bei der Gewinnprognose bleibe es beim Ziel eines zweistelligen Zuwachses, sagte Scheuble. Und dies gelte vor außerordentlichen Erträgen, die auf Grund des Verkaufs der Beteiligung an Pharmaceutical Ressources im laufenden Jahr nicht unerheblich ausfielen. Früheren Angaben zufolge wird Merck aus dem Verkauf seines Anteilspakets an dem US-Unternehmen rund 250 Mill. Dollar nach Steuern einnehmen. Scheuble stellte zudem auch für 2001 eine Anhebung der Dividende in Aussicht.

Chemie: Rückläufige Umsätze im vierten Quartal

Für das Chemie-Geschäft geht Merck angesichts der konjunkturellen Entwicklung aber von rückläufigen Umsätzen und Gewinnen im vierten Quartal aus. In der Merck-Mitarbeiterzeitung erklärte Scheuble dazu: "Wir sollten nicht allzu enttäuscht darüber sein, dass trotz der Anstrengungen aller Beteiligten ein gewisser Rückgang bei Erlös und Gewinn möglicherweise unvermeidbar ist." Mit einer Erholung der Chemie sei nicht bereits im ersten Quartal 2002 zu rechnen, eher erst im zweiten Halbjahr, sagte Scheuble vor Journalisten. Für die Pharma-Geschäfte sei eine Abschwächung aber nicht zu sehen, was aus derzeitiger Sicht auch für die Labordistributionsgeschäfte der VWR gelte. Es bleibe bei dem vorgesehenen Zeitpunkt für den VWR-Börsengang im kommenden Jahr in den USA, hieß es. "Vermutlich im zweiten Halbjahr nächsten Jahres," sagte Scheuble.

Merck strebt nach eigenen Angaben in seinem neu strukturierten Konzernbereich Chemie eine Umsatz-und Kapitalrendite von jeweils 15 % an. Für die Pharma lauten die beiden Renditeziele auf jeweils 20 %. Langfristig werde aber auch für die Chemie bei beiden Größen diese Marke angepeilt, sagte Scheuble.

Neues Markenlogo vorgestellt

Auf der Veranstaltung stellte Merck sein neues, nach gleichen Designelementen gestaltetes Markenlogo für die beiden Hauptmarken Merck und EMD vor. Ab sofort wird Merck in seinen Hauptgeschäften in Nordamerika unter der Dachmarke "EMD" auftreten und außerhalb Nordamerikas unter dem bekannten Namen "Merck". Das Recht an der Verwendung des Namens "Merck" in Nordamerika liegt beim US-Wettbewerber Merck & Co. Mit dem Logo trete Merck damit in den Kernarbeitsgebieten fast nur noch unter "Merck" und "EMD" auf, wobei EMD Pharmaceuticals in den USA das ethische Pharmageschäft, EMD Chemicals und die EMD Biosciences die Chemiegeschäfte repräsentierten. Das weltweite Labordistributionsgeschäft VWR ist dagegen als Handelsgeschäft nicht mehr mit den beiden Markennamen verbunden.

Matthew Emmens, der ab dem 1. Oktober 2001 im Konzern für das Pharmageschäft mit Originalpräparaten verantwortlich ist, kündigte an, EMD in den USA künftig zu einer starken Marke zu entwickeln. Im Pharmageschäft erwarte er, dass Merck bis zum Ende der Dekade als ein großer mittelschwerer Mitspieler unter den Pharmakonzernen dastehen werde mit Umsätzen zwischen fünf und 15 Mrd. Dollar. Er hoffe ferner, dass Merck in den kommenden zwölf bis 24 Monaten einen Marketingpartner für neue Merck-Medikamente in den USA gefunden haben werde. Der Konzern sei überdies auf gutem Weg, Patienten von seinem Diabetes-Medikament Glucophage hin zu den Nachfolgeprodukten Glucophance und und Glucophage XR zu bewegen, sagte Emmens. Derzeit nähere sich die Wechselrate rund 50 % an. Die Merck-Aktie lag am Montagmittag im Handelsverlauf mit 2,43 % im Plus bei 42,51 ?.

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