Neues Mercedes-Coupé erhält erstmals Benzinmotor mit direkter Einspritzung
Sportliche Eleganz für junge Senioren

Mit dem neuen CLK orientiert sich Mercedes-Benz wieder mehr an der langen Coupé-Tradition des Hauses. Die Neuauflage wendet sich vornehmlich an wohlsituierte Kunden reiferen Alters.

STUTTGART. Zu den Grundzutaten jüngerer Mercedes-Modelle gehört die immer wieder beschworene Sportlichkeit. Der SL und die neue E-Klasse singen ein Lied davon. Selten zuvor gingen Automobile aus Stuttgart-Untertürkheim dynamischer zu Werke.

Doch mögen die Zwänge des Marktes und der Wettbewerbsdruck zu immer sportlicheren Fahrzeugen verleiten, Mercedes hat auch eine Stammkundschaft zu bedienen, die älteren Jahrgangs ist. Deren Genuss am Autofahren manifestiert sich in komfortablem Dahingleiten sowie im ausgeprägten Federungs- und Geräuschkomfort, und nicht unbedingt in der Qualität der Kurvenhatz.

Das neue CLK Coupé jedenfalls widmet sich mit Hingabe dieser Klientel. "Es soll", so Mercedes-Chef Jürgen Hubbert, "kein Sportwagen sein, sondern ein elegantes Auto für den gepflegten Lebensstil." Der kultivierte Auftritt geriet denn auch nach heutigen Designmaßstäben recht konventionell. Zwar mit schnittigem Vieraugengesicht und nunmehr integriertem Mercedes-Stern im Kühlergrill, aber in der Seiten- und Heckansicht lehnt sich der neue CLK eher an eine Stufenheckform an. Was ihn optisch nicht mehr so dynamisch wie den Vorgänger wirken lässt. "Autos für ambitionierte Piloten", so Designchef Peter Pfeiffer, "bauen wir schließlich genug."

Der typische Stammkunde, vornehmlich als gut situierter Herrenfahrer ab 60 Jahren aufwärts zu erkennen, wird es mit Freude zur Kenntnis nehmen. Kann er sich doch dank des Kuppeldachs auch hinten einer großzügigen Kopffreiheit erfreuen. Wie überhaupt die gesamte Innenraum-Architektur des CLK an gediegener Eleganz kaum zu übertreffen ist. Alles ist rund. Organische Formen geben den Ton an. Formale Harmonie, wohin das Auge reicht. Holzapplikationen und gedeckte (Leder-)Farben passen besser ins Bild als das ebenfalls lieferbare Alu-Dekor.

Doch mehr noch beim Fahren verrät das CLK Coupé seine neue Positionierung. Komfort wird auch in dieser Disziplin ganz groß geschrieben. Sowohl das überarbeitete C-Klasse-Fahrwerk, das jegliche Fahrbahn-Unbilden verbirgt, als auch kaum vernehmbare Windgeräusche liefern beste Voraussetzungen für eine nervenschonende Fortbewegung.

Das für den CLK Baujahr 2002 orderbare Motorenangebot ist weitgehend mit dem der E-Klasse identisch. Die Palette reicht vom Vierzylinder-Kompressormotor mit 163 PS Leistung) über den ersten Benzin-Direkteinspritzer des Hauses mit 170 PS, sowie die bewährten Sechszylinder mit 2,4 beziehungsweise 3,2 Liter Hubraum und 170 beziehungsweise 218 PS, bis hin zum Achtzylinder und 306 PS.

Der Preisbogen spannt sich dementsprechend von 30 400 bis 48 300 Euro. In diesen Summen ist allerdings ein breites Ausstattungsspektrum enthalten. Das betrifft sowohl Komfortstandards wie Klimaanlage, Lenkradverstellung oder Regensensor als auch die bekannt hohe Mercedes-Rundum-Sicherheit.

High-Tech-Fahrerassistenzsysteme (elektronisches Stabilisierungsprogramm ESP oder die sensorgesteuerte Bremskontrolle SBC) machen aus dem CLK schließlich so etwas, wie ein Sorglos-Paket der Extra-Klasse. Und wer künftig in einem CLK einen Dieselantrieb bevorzugt, kann diesen in Gestalt des 270 CDI (170 PS) ebenfalls ordern.

Coupés von Mercedes gehen auf eine lange Tradition zurück. Unter dem Zeichen des Sterns pflegte man bereits in der Anfangszeit des Automobils diese Fahrzeugkategorie als Ausdruck individuellen Lebensstils und sichtbarer Exklusivität. Nie aber sollten sie als Sportwagen verstanden werden, sondern als sportlich-elegant auftretende Nobelgefährte für die feinere Autogesellschaft. Ganz im Sinne der berühmten Vorfahren tritt das neue CLK Coupé in diese Fußstapfen.

Quelle: Handelsblatt

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