Neues Portal MSN Music
Microsoft steigt ins Musikgeschäft ein

Auch Microsoft drängt es in das Internet-Musicgeschäft. Am Mittwoch startete das Softwareunternehmen den ersten öffentlichen Test von MSN Music . Das neue Musikportal soll den Nutzern dabei helfen, ihre Lieblingstitel und Künstler auch im Internet zu finden.

WSJ/HB DÜSSELDORF/NEW YORK. Wie auf anderen Webangeboten auch, kann der Musikliebhaber über verschiedene Suchfunktionen nach neuen Titeln stöbern. Das Angebot reicht von Blues bis Punk.

Ein weiterer Wettbeweber um die Vorherrschaft im digitalen Musikvertrieb

Mit MSN Music nimmt das Unternehmen vorerst nicht direkt am Wettlauf um den digitalen Musikvertrieb teil. Denn die Nutzer können sich weder einzelne Songs direkt auf ihre Computer laden, noch ist es möglich, ganz bestimmte Lieder auf Anforderung abzurufen. Eher gleicht das Angebot einer Radiostation im Internet, die es dem Hörer erlaubt, ein eigenes Profil zu wählen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, zeigt sie doch, dass Microsoft noch vor den Verhandlungen um die Urheberrechte mit den einzelnen Musiklabels steht. Microsoft machte jedoch klar, das man ebenso wie die Konkurrenz einen Abo-Musicservice im Internet plane. "Wir sind sehr daran interessiert, das Projekt voranzureiben" sagte Bob Visse, Produktmanager für das neue Portal. "MSN Mucis ist der erste Schritt."

MusicNet machte den Anfang

Vor zwei Tagen hatten Aol Warner, -Time Bertelsmann, EMI und Real Networks die Gründung von MusicNet bekanntgegeben. Das Joint Venture plant als eine Art Zwischenhändler sowohl die Bereitstellung eines lizensierten Musikangebots als auch der erforderlichen Technik, um dritten Anbietern den Verkauf von Musik über das Internet zu ermöglichen.

Nutzer werden ihren Wünschen entsprechend versorgt

Das Microsoft-Web-Angebot basiert auf der von MongoMusic entwickelten Technik. Das Unternehmen aus dem Silcon Valley wurde im vergangenen Jahr von Microsoft übernommen und hat eine Art "Empfehlungsmaschine" entwickelt. Die Software ermöglicht es dem Fan einer bestimmten Musikrichtung, Titel aus dem Gesamtangebot herauszufiltern, die seinem Geschmack entsprechen.

Auch Napster verfolgt diese Idee. Das Unternehmen hat sich dazu an der Firma Gigabeat beteiligt, die eine ähnliche Software entwickelt. Durch diese Empfehlungsdienste wird es für die Anbieter von Musik im Internet möglich, den Nutzer aktiv auf neue Titel hinzuweisen. "Das Entdecken neuer Titel, die dem Geschmack des Kunden entsprechen, wird entscheidend für den Erfolg von Musikportalen sein", meint Dave Williams vom Online-Musicservice Listen.com aus San Francisco.

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