Neues Preissystem der Bahn
Rabatte für Frühbucher und Mitfahrer

Beim neuen Preissystem der Deutschen Bahn können Bahn-Reisende, die früh ihre Tickets buchen, einen günstigeren Preis bekommen. Normalpreise können mit dem neuen Tarifsystem vom 15. Dezember an je nach Strecke höher oder niedriger werden.

HB/dpa BERLIN. Wer den Normalpreis zahlt, kann kurzfristig entscheiden, wann und mit welchem Zug er fahren möchte. Im Vergleich zu heutigen Preisen sinkt der Preis laut Bahn auf Strecken ab 180 Kilometer Länge um bis zu 45 Euro oder 27 Prozent, auf kürzeren Strecken steigt er dagegen um maximal zehn Prozent oder 3,40 Euro pro Fahrt.

Kunden, die sich einen oder sieben Tage im Voraus entscheiden, können mit dem Plan&Spar-Preis zwischen 10 und 40 Prozent vom Normalpreis sparen. Bei einem Tag Vorkaufsfrist werden zehn Prozent Rabatt gewährt. Bei drei Tagen im Voraus gibt es 25 Prozent Rabatt, aber nur bei Hin- und Rückfahrt. Bis sieben Tage vor Reiseantritt werden 40 Prozent Nachlass gewährt, allerdings muss zwischen Hin- und Rückfahrt eine Nacht von Samstag auf Sonntag liegen. Die Plan&Spar-Preise gelten immer nur für einen bestimmten Zug. Die Bahn will auf allen Strecken mindestens zehn Prozent der Plätze für Plan&Spar-Preise reservieren. Der Haken: Die Rabatte werden nur gewährt, solange die Kontingente in den Zügen reichen.

Mit der neuen, verbilligten Bahncard gibt es auf alle Preise im Fernverkehr 25 Prozent Ermäßigung. Nach der alten Bahncard wurden 50 Prozent Preisnachlass auf den Grundpreis (ohne Sonderpreise) der regulären Tickets gewährt. Die Bahncard kostet in der 1. Klasse künftig 150 Euro pro Jahr (bisher 280 Euro) und in der 2. Klasse 60 Euro statt bisher 140 Euro. Kauft ein Elternteil eine Bahncard, erhalten der Partner und alle Kinder bis einschließlich 17 Jahre eine eigene Bahncard für eine Gebühr von 5 Euro. Die alte Bahncard gilt vom Kauf-Datum an noch ein Jahr lang. Sie kann aber ab einem Restwert von mindestens 15 Euro kostenlos in eine neue umgetauscht werden.

Zu den genannten Preisnachlässen kommen Rabatte für Mitfahrerhinzu, die künftig generell zum halben Preis fahren. Bis zu vier Begleitpersonen eines "Vollkunden" zahlen künftig je 50 Prozent. Kinder bis einschließlich 14 Jahren reisen in Begleitung ihrer Eltern und Großeltern umsonst.

Ein Rechenbeispiel: Durch Kombination all dieser Möglichkeiten können sich Rabatte ergeben, die pro Kopf bei zwei gemeinsam Reisenden bis zu 66 Prozent betragen, bei Gruppen von fünf Personen bis zu 73 Prozent und bei Familien bis zu 83 Prozent. So würde ein 100 Euro teures Normal-Ticket mit Bahncard 75 Euro kosten. Bei einem sieben Tage im Voraus gebuchten Plan&Spar-Preis würde es 60 Euro kosten, einschließlich Bahncard 45 Euro. Kommt der Mitfahrer-Rabatt bei zwei gemeinsam Reisenden hinzu, werden pro Person 33,75 Euro gezahlt.

Wenn ein Kunde seinen gebuchten Zug nicht nutzen möchte, kann er die Plan&Spar-Fahrkarte umtauschen. Er muss dafür 15 Euro bis zum Ende der Vorverkaufsfrist und 30 Euro einen Tag vor Reiseantritt zahlen. Ändert der Kunde noch am Reisetag seine Pläne, muss er einen Plan&Spar-Zusatz für 45 Euro zuzüglich der Differenz zum Normalpreis zahlen. Damit will die Bahn erreichen, dass Spar-Kontingente nicht durch "Luftbuchungen" blockiert werden. Wenn also jemand den Zehn-Prozent-Plan&Spar-Preis nutzt und statt 100 nur 90 Euro zahlt, das Ticket aber am Reisetag umtauschen will, müsste er 45 Euro Zusatz zahlen plus die Spardifferenz von zehn Euro. Er zahlt damit 90 Euro plus 55 Euro. Ohne Umtauschgebühr wären 190 Euro fällig, da das alte Sparticket verfallen und ein neues 100 Euro gekostet hätte.

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