Neues TV-Zeitalter
Interaktives Fernsehen soll im Sommer starten

Die ersten Angebote von interaktivem TV wollen zwei Fernsehanstalten noch in diesem Sommer auf Sendung bringen.

dpa HANNOVER. RTL New Media und Premiere World haben ihre ersten TV-Anwendungen auf der Grundlage des technischen Standards MHP (Multimedia Home Platform) am Donnerstag auf der Cebit in Hannover vorgestellt.

"Premiere ist bislang kein Protagonist für offene Systeme gewesen, aber das wird sich jetzt ändern", sagte Helmut Stein, Technischer Direktor des Kirch-Bezahlfernsehens. Der Sender will künftig seinen Abonnenten zu Sportsendungen etwa interaktiv abrufbare Wiederholungen von Spielsequenzen sowie Zusatzinformationen wie Blitztabellen oder Statistiken anbieten.

"Wir haben die erste Stufe hin zum interaktiven Fernsehen genommen", sagte Jürgen Sewczyk von RTL New Media und Vorsitzender der TV e.V. -Plattform Der Sender will Funktionen wie E-Mail und SMS auch in ihr Fernsehangebot integrieren. Künftig würden die Zuschauer auch in der RTL-Quizsendung "Wer wird Millionär" von zu Hause aus mitspielen können. "Hier auf der CeBIT haben wir einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung erreicht."

Der 1999 erstmals öffentlich vorgestellte Standard nutzt den Herstellern von Fernsehgeräten und Settopboxen sowie den Fernsehanstalten als gemeinsames "Betriebssystem" für die Entwicklung neuer interaktiver Zusatzdienste. Im September letzten Jahres hatten sich Rundfunkanstalten und Programmanbieter zusammen mit der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten auf die Unterstützung von MHP geeinigt. Danach sollen ab 1. Juli 2002 alle großen Sender mit einem vollwertigen interaktiven Programm auf MHP-Basis aufwarten können.

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