Neues Unternehmen hätte 22 Mill. Kunden
Comcast erwartet keine Kartellprobleme

Bei der denkbar größten Fusion seit der Verschmelzung von America Online mit Time Warner rechnet der CEO der Comcast Corp, Philadelphia, nicht mit einem Eingreifen der Kartellbehörden für den Fall, dass die AT&T Corp, New York, auf das feindliche Übernahmeangebot für die Sparte AT&T Broadband eingeht.

vwd NEW YORK. "Es ist eigentlich schwer vorstellbar, worin wettbewerbsrechtliche Hürden bestehen sollten", sagte CEO Brian Roberts dem US-Fernsehsender CNBC. "Nach den alten Regeln, die jüngst von Gerichten aufgehoben wurden, darf ein Unternehmen 30 % der US-Kabelanschlüsse haben. Unsere Transaktion bliebe deutlich unter diesem Wert", sagte Roberts weiter.

Die Kundenbasis von 22 Mill. wirft nach seinen Worten keine Probleme auf. Zu der Frage, warum die Gespräche mit AT&T gescheitert seien, wollte Roberts keine Angaben machen. Das Angebot im Wert von 58 Mrd $ von Comcast für AT&T Broadband nannte er "höchst zwingend". Er verwies darauf, dass Comcast in den vergangenen 29 Jahren einen Return von jeweils 24 % für die Aktionäre erwirtschaftet habe. Comcast werde diese Aktien den AT&T-Anteilseignern direkt und steuerfrei für die Übernahme des Kabelnetzgeschäftes übergeben. Hinsichtlich der Befürchtungen um eine Herabstufung des Kreditratings von Comcast sagte Roberts, sein Unternehmen sei für einen Kauf dieser Größenordnung stark genug.

Vor zwei Jahren habe sich Comcast in der Größe verdoppelt und mittlerweile lägen die Margen wieder auf dem vorherigen Niveau. Der Comcast-CEO bezeichnete die vorgeschlagene Transaktion als "konservativ". Wenn man die 18-Prozent-Marge von AT&T Broadband mit der 42-Prozent-Marge von Comcast vergleiche, ergebe sich eine Differenz von 24 %punkten. Multipliziert mit einem kombinierten Umsatz von zehn Mrd $ ergebe sich eine Synergie von 2,4 Mrd $. Comcast prognostiziere aber für die ersten drei Jahre nur einen Synergieeffekt von 1,2 Mrd $ und habe damit viel Spielraum.

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