Neues Verfahren ermöglicht dünne Siliziumplatten aus einem Guss
Herstellung von Solarzellen könnte ab 2005 billiger werden

Am niederländischen Forschungsinstitut für Energietechnik (ENC) in Petten entwickeln Wissenschaftler ein Verfahren, mit dem Solarzellen in Zukunft bis zu 70 % kostengünstiger hergestellt werden könnten.

hsn DÜSSELDORF. Die Technik, die ursprünglich von Bayer Solar erdacht worden ist und an der nun das Nachfolgeunternehmen, die Deutsche Solar GmbH, die Rechte hält, soll nun von den holländischen Forschern zur Marktreife gebracht werden. Mit dem RGS(Ribbon Growth on Substrate)-Verfahren werden die Silizium-Platten gegossen, bevor sie in einem weiteren Schritt durch Verschalten zu Solarzellen werden.

Der Vorteil gegenüber der heutigen Produktionstechnik - bei der das in Blöcken gegossene Silizium in Scheiben zersägt wird - liegt zum einen darin, dass das teure Silizium ohne Abfall verarbeitet werden kann. Durch Abtrennen der dünnen Scheiben entsteht ein hoher Schnittverlust. Und des Weiteren kann mit dem neuen Verfahren auch minderwertiges und damit billigeres Silizium verarbeitet werden, da sich bei dem Gießen Verunreinigungen an der Oberfläche absetzen und nachträglich entfernt werden können.

"Grundsätzlich ist das RGS-Verfahren spannend", sagt Gerhard Willeke, Leiter der Abteilung Solarzellen beim Fraunhofer ISE in Freiburg. Der Forscher hat Solarzellen, die nach dem neuen Verfahren hergestellt wurden, auf deren Wirkungsgrad untersucht und einen Wert von 12 % ermittelt. Heutige Solarzellen erzielen einen Wirkungsgrad zwischen 13 und 14 %.

Bis die Technik produktionsreif ist, wird es jedoch noch einige Jahre dauern. Zurzeit ist das Verfahren noch im Laborstadium. Die Forscher wollen eine erste Pilotanlage bis 2005 fertig haben.

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