Neues Verfahren für Rapid Prototyping
Metallteile werden dreidimensional gedruckt

mx DÜSSELDORF. Mit einem neuen Druckverfahren lassen sich auch geometrisch komplexe metallische Prototypen schnell und direkt von den CAD-Daten herstellen. Die Methode wird vom Fraunhofer für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung-Institut (IFAM) in Bremen erstmals in Europa eingesetzt. Das System namens ProMetal RTS-300 verkürzt das Entwickeln von Prototypen von früher Wochen oder gar Monaten auf wenige Tage. Einsatzfelder sieht das IFAM insbesondere im Maschinenbau, etwa beim Herstellen von Prototypen und Formen für Spritzguss-Anlagen, Düsen für Extruder oder andere Werkzeuge.

Das am Computer geplante Teil liegt zunächst als dreidimensionaler Datensatz vor, erläutert Haiko Pohl vom IFAM. Ein Schichtgenerator schneidet die Vorlage rechnerisch in einen Stapel von Schichten und übergibt sie einzeln an den Drucker. Wie ein Tintenstrahldrucker sprüht der Druckkopf Bindemittel auf eine dünne Lage Edelstahlpulver und verklebt sie. Die Fertigungsplattform senkt sich, frisches Pulver wird aufgebracht, und der Drucker schreibt die nächste Schicht.

Im zweiten Arbeitsschritt erhält das noch empfindliche Objekt Festigkeit und Dichte: Überschüssiges Metallpulver wird abgeblasen, der Binder wird mit Wärme oberflächlich entfernt. Geschmolzene Bronze sickert allmählich zwischen die Stahlpartikel und verdampft das Bindemittel. Zuletzt erhält das Bauteil mit den verschiedenen Verfahren der Metallbearbeitung seine endgültige Gestalt.

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