Neugeschäft seit Januar gesteigert
Union Invest setzt auf Schwellenländer

Die Fondsgesellschaft Union Investment hat trotz der anhaltenden Börsenschwäche ihr Neugeschäft in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gesteigert. Von dem Sicherheitsbedürfnis der Anleger im Zuge der Talfahrt an den Aktienmärkten haben Rentenfonds profitiert.

Reuters FRANKFURT. Im Berichtszeitraum betrug der Nettomittelzufluss 4,4 Mrd. ? nach 3,9 Mrd. ? in den ersten fünf Monaten 2001. "Angesichts der schwachen Börsen ist das ein sehr erfreuliches Ergebnis", sagte Manfred Mathes, Vorstandssprecher der Union-Fonds-Holding AG, am Wochenende anlässlich eines Pressegesprächs in Bad Sobernheim. Mit einem Publikumsfondsvermögen von 70,9 (Ende Mai 2001: 68,6) Mrd. ? habe die Union-Gruppe ihren Marktanteil seit Jahresbeginn leicht auf 16,8 % gesteigert, womit sie ihren dritten Platz unter den Investmentgesellschaften in Deutschland hinter der DWS und Deka habe festigen können.

Von dem Sicherheitsbedürfnis der Anleger im Zuge der Talfahrt an den Aktienmärkten hätten insbesondere Rentenfonds profitiert, teilte die von der genossenschaftlichen Bankengruppe getragene Fondsgesellschaft weiter mit. Mit netto 1,5 Mrd. ? hätten die Rentenfonds die höchsten Zuflüsse verbucht. "Der sich bereits im Vorjahr abzeichnende Turn-around hat sich somit fortgesetzt, indem sich die Nettozuflüsse gegenüber dem Vorjahreszeitraum verfünffachten", sagte Mathes. Auch für das laufende Jahr rechnet Mathes mit weiteren Zuflüssen in die Rentenfonds. Per Ende Mai 2002 verwaltete Union Investment 18,5 (14,7) Mrd. ? in Rentenfonds.

Das in Aktienfonds verwaltete Vermögen bezifferte Union Investment auf 27,1 (33,8) Mrd. ?. Bei den Aktienfonds habe sich unter anderem der in den osteuropäischen Schwellenmärkten anlegende UniEM Osteuropa mit einem Plus von 21,1 % im Zwölfmonatszeitraum gut entwickelt, hieß es. Die Aktienmärkte in den osteuropäischen Schwellenländern böten derzeit ein attraktives Investitionsumfeld, sagte Jens Wilhelm, Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds GmbH. "Von der einsetzenden Konjunkturerholung in den USA und Europa werden die Schwellenländer zusätzlich profitieren. Zudem zeichnet sich diese Region durch ein solides Wirtschaftswachstum sowie günstige Aktienbewertungen aus", fügte er hinzu.

Aktienfonds mit Wachstumswerten mussten dagegen den Angaben zufolge starke Abschläge hinnehmen, in der Spitze Wertverluste von bis zu 57,9 % wie für den Fonds UniNeuMärkte-net, der im April 2001 aufgelegt wurde. Die Kurse am Neuen Markt sind seit März 2000 wie ein Kartenhaus in sich zusammen gebrochen. Der Aktienindex des Neuen Marktes, Nemax, der sich in seinen besten Zeiten vor gut zwei Jahren bei rund 8500 Punkten bewegte, ist mittlerweile über 90 % abgestürzt.

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