Neukunden kosten weniger
T-Mobile wächst dank Voicestream

T International-Mobile will im laufenden Geschäftsjahr weltweit 2,2 Millionen neue Kunden gewinnen. Das Wachstum werde dabei hauptsächlich von der US-Tochter VoiceStream kommen, sagte der Vorstandsvorsitzende Kai-Uwe Ricke.

dpa/rtr BONN. Bis zum Ende des ersten Quartals hatte T-Mobile die Teilnehmerzahlen bei den Mehrheitsbeteiligungen auf 46,3 Millionen gesteigert. Den starken Zuwachs von 45 Prozent führte Ricke vor allem auf die erstmalige Berücksichtigung der Zahlen von VoiceStream zurück. Bereits in den ersten drei Monaten seien auf Voicestream drei Viertel der Neukunden entfallen.

Mit 23 Millionen Kunden Ende März bleibt T Deutschland-Mobile die größte und mit einer Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 40 Prozent neben T-Mobile Tschechien auch die ertragreichste Mobilfunktochter.

In Deutschland werde zudem mit Nachdruck die mobile Datenkommunikation vorangetrieben, kündigte Europa-Chef René Obermann an. Im 1. Quartal sei auf diesen Bereich (hauptsächlich SMS-Dienst) bereits ein Umsatzanteil von 14 Prozent entfallen (2001: 11 Prozent). Einen konkreten Starttermin für den mobilen Multimedia-Dienst MMS, dem Nachfolger von SMS, wollte Obermann nicht nennen. Vor einer Woche war der Hauptkonkurrent Vodafone als erster Anbieter mit dem SMS- Nachfolger an den Start gegangen.

Der Umsatz der Holding soll sich im Jahr 2002 um 30 Prozent auf 19 Milliarden Euro erhöhen. Im vergangenen Jahr hatte sich der Umsatz vor allem wegen der erstmaligen Berücksichtigung von im Jahresverlauf übernommenen Mobilfunkfirmen in Osteuropa und den USA um 41 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro erhöht. Der Zuwachs beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) soll im Vergleich mit der geplanten Erlössteigerung überproportional ausfallen.

2001 hatte sich das operative Ergebnis bei einem abgeschwächten Kundenwachstum auf Grund gesunkener Kosten für die Gewinnung von Neukunden auf 3,1 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Die Kundenzahl bei den Mehrheitsbeteiligungen soll im Jahresverlauf um 2,2 Millionen auf dann 48,5 Millionen steigen. Im vergangen Jahr hatte dieses Wachstum deutlich darüber gelegen.

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