Neun Deutsche verhaftet
Keine Gnade beim Schwarzmarkthandel

Der Verkauf von Tickets auf dem Schwarzmarkt ist ein altes Problem bei Sportgroßverantaltungen. Auch deutsche Fans blieben jetzt vor den portugiesischen Gesetzeshütern nicht verschont. Überflüssige Karten sollten daher an offiziellen Stellen zurückgegeben werden.

HB ALMANCIL. Der Deutsche Fußball-Bund hat alle deutschen Fans in Portugal vor dem Weiterverkauf von EM-Eintrittskarten gewarnt. Auch Einzelfälle würden von den portugiesischen Behörden verfolgt und bestraft, betonte Alfred Sengle, Sicherheitschef des DFB. Beim zweiten Gruppenspiel gegen Lettland waren neun Deutsche festgenommen worden, als sie überflüssige Tickets verkaufen wollten. Nach Informationen von Sengle seien fünf Fans 24 Stunden festgehalten worden. Erst auf Initiative des DFB und unter Einschaltung der deutschen Botschaft seien sie frei gekommen.

Hintergrund der Verhaftungen sind zwei Gesetze, die der portugiesische Staat im Mai diesen Jahres erlassen hatte. Mit dem ersten werden nicht nur der Schwarzhandel, sondern auch der unzulässige Verkauf von Einzeltickets unter Strafe gestellt. Das zweite Gesetz regelt die Arbeit von ad-hoc-Gerichten, die sich mit dem nicht offiziellen Kartenverkauf beschäftigen. Auf den EM- Eintrittskarten steht in portugiesischer und englischer Sprache der Hinweis auf die Gesetzes-Situation. "Mit tut jeder Einzelfall Leid. Aber die Verkäufer auch von Einzeltickets müssen sich im Klaren sein, dass sie eine strafbare Handlung begehen", betonte Sengle.

Wenn deutsche Fans aus familiären oder anderen Gründen ihre Karten nicht in Anspruch nehmen können, sollen sie sich an das offizielle DFB-Büro am Spielort wenden. Zwar könne der Weiterverkauf nicht garantiert werden, aber die Mitarbeiter würden im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Hilfe zur Verfügung stellen, teilte der DFB mit.

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