Neun-Monats-Bericht
Deutsche Bank hat Gewinn mehr als verdoppelt

Vorstandssprecher Breuer teilte am Mittwoch in Frankfurt mit, dass der Gewinn nach Steuern um 139 % auf 4,368 Milliarden Euro angestiegen ist.

adx FRANKFURT. Die Deutsche Bank hat ihren Nachsteuergewinn in den ersten neun Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 139 % auf rund 4,4 Milliarden Euro erhöht. Allein im Dritten Quartal verdient sie 591 Millionen Euro und setzte damit die ausgezeichnete Entwicklung des ersten Halbjahres fort, wie das größte deutsche Geldinstitut am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte. Danach haben alle fünf Unternehmensbereiche ihr Ergebnis gesteigert. Für das Schlussquartal rechnet Vorstandssprecher Rolf Breuer trotz des "äußerst anfälligen Marktumfeldes" mit einem guten Ergebnis in allen Bereichen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern lag nach neuen Monaten bei 5,91 Milliarden Euro. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 126 %. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (ohne Goodwill-Abschreibung) erreichte 7,71 Euro gegenüber 3,41 Euro im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (ohne Goodwill-Abschreibung) kletterte von 20,2 auf 37,8 %. Der Zinsüberschuss wuchs den Angaben zufolge "leicht" um 1,2 % auf 4,77 Milliarden Euro.

Die Risikovorsorge wurde um 36,9 % auf 239 Millionen Euro verringert. Der Provisionsüberschuss legte um 72,8 % auf 8,77 Milliarden Euro und das Handelsergebnis um 67,8 % auf 5,43 Milliarden Euro zu. Den höchsten Gewinnbeitrag habe wiederum das Aktiengeschäft erbracht. Das Ergebnis aus Finanzanlagen wuchs um knapp 500 Prozent auf 2,35 Milliarden Euro. Der Verwaltungsaufwand war mit 15,14 Milliarden Euro um 46,9 % teurer als im Vorjahreszeitraum. Die Ertragsteuern lagen mit 1,5 Milliarden Euro um 94,8 % über den ersten drei Quartalen 1999.

Den stärksten Zuwachs aller Geschäftsbereiche erzielte das Privatkundengeschäft mit der Deutschen Bank 24. Dieses solle nun auf Europa ausgedehnt werden, um die führende pan-europäische Retailbank zu schaffen, hieß es. In diesem Bereich war das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdreifacht worden. Die Bereiche Unternehmen und Immobilien (+32 %), Globale Unternehmen und Institutionen (+68 %) und Global Technology and Services (+37 %) erzielten ebenfalls Rekordergebnisse. Im Bereich Asset Management, der sein Ergebnis um 40 Prozent erhöhte, seien die verwalteten Vermögen weiter gestiegen.

Als weiteren künftigen Schritt kündigte die Deutsche Bank die Übernahme des US-Online National Discount Brokers Group-Brokers bis Jahresende an. Zukünftig will die Bank der "beste Finanzdienstleister weltweit" werden. Besondere Möglichkeiten sieht dabei Breuer in der engen Verzahnung von Investment Banking mit der Platzierungskraft bei privaten wie institutionellen Anlegern.

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