Neun-Monats-Bilanz
Verband: Chemieproduktion nur leicht gestiegen

Die Produktion chemischer Erzeugnisse in Deutschland hat angesichts der anhaltend trüben Konjunktur in den ersten neun Monaten nur leicht zugelegt.

Reuters WIESBADEN. Die Chemieproduktion habe in den ersten drei Quartalen des Jahres voraussichtlich nur um rund 2 % zugelegt, teilte der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) am Donnerstag in seinem jüngsten Informationsbrief für Führungskräfte mit. Fast alleinige Ursache des Zuwachses sei eine leichte Erholung zu Jahresbeginn nach einem Tiefpunkt im Schlussquartal 2001. Dies sei unter anderem durch den Lagerzyklus bedingt gewesen, also dadurch, dass Weiterverarbeiter in Erwartung einer Konjunkturerholung ihre Lager wieder auffüllten. "Diese Hoffnungen haben sich aber nicht erfüllt", hieß es im Informationsbrief. Seitdem stagniere auch die Produktion chemischer Erzeugnisse.

Nach Einschätzung der Chemiearbeitgeber ist die aktuelle Konjunkturlage in der Branche von großer Unsicherheit geprägt. Die Hoffnung auf einen Aufschwung noch im Laufe des Jahres sei verflogen. Das Konjunkturtal scheine länger zu werden als erwartet. Viele Unternehmen würden dadurch zu weiteren Kostensenkungen und Restrukturierungen gezwungen. So sei die Beschäftigung in der Branche in den ersten acht Monaten um 1,3 % zurückgegangen. Auch die Entwicklung der Erzeugerpreise sei unbefriedigend. Dagegen seien die Rohstoffpreise gestiegen, insbesondere der Rohölpreis, der prozentual zweistellig seit Jahresbeginn zugelegt habe. "Für den weiteren Jahresverlauf wird nicht mit einem Ende des Rohölpreisanstiegs gerechnet", so der BAVC.

Der Gesamtumsatz der Chemieindustrie sank nach BAVC-Angaben von Januar bis August um 3,4 %. Auch für das Gesamtjahr gehen die Chemiearbeitgeber von einer "insgesamt negativen Umsatzentwicklung" aus.

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