Neun-Monats-Zahlen
Private Netze machen Funkwerk Freude

Der Mobilfunkspezialist Funkwerk hat in den ersten neun Monaten seinen Umsatz kräftig gesteigert, wegen Anlaufkosten bei der Entwicklung neuer Produkte jedoch operativ etwas weniger verdient. Für das Gesamtjahr hält Finanzvorstand Herbert Meyer an der Umsatz- und Ergebnisplanung fest.

Reuters FRANKFURT. "Unser Umsatzziel von 103 Millionen Euro für das Gesamtjahr hat weiter bestand", sagte Meyer am Freitag Reuters. Auch den anvisierten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 8,8 (Vorjahr 6,6) Millionen Euro bezeichnete er weiter als realistisch. "Allerdings besteht eine gewisse Schwankungsbreite von plus/minus fünf Prozent", räumte Meyer ein. In den ersten neun Monaten verzeichnete der Anbieter von Kommunikationssystemen für Verkehr und Logistik einen Umsatzsprung, büßte im operativen Geschäft aber leichte ein.

Dank der guten Entwicklung im neuen Geschäftsfeld Private Netze habe der Konzernumsatz von Januar bis September um 64,8 Prozent auf 69,9 Millionen Euro zugelegt, teilte Funkwerk weiter mit. Das Ebit habe zwar mit 4,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von fünf Millionen Euro gelegen, die eigene Planung sei jedoch übertroffen worden. Wegen Investitionen im Geschäftsfeld Professioneller Mobilfunk sei lediglich mit einem Ebit von 2,2 Millionen Euro gerechnet worden. Der Überschuss habe leicht auf 3,5 (3,4) Millionen Euro zugelegt. Den Auftragsbestand gab Funkwerk per Ende September mit 104,1 (63,9) Millionen Euro an. Davon dürften bis Jahresende voraussichtlich 25,2 Millionen Euro umsatzwirksam werden.

Für das dritte Quartal bezifferte Funkwerk den Umsatz auf 24,5 (13) Millionen Euro, das Ebit auf rund 1,8 (1,6) und den Überschuss auf 1,3 (1,3) Millionen Euro. Der Auftragseingang habe auf Quartalsbasis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 100 Prozent auf 24,4 Millionen Euro zugelegt.

Den Rückgang des operativen Gewinns in den ersten neun Monaten begründete Vorstandschef Hans Grundner unter anderem mit Investitionen in den Aufbau der Serienfertigung der GSM-R Terminals im Bereich Professioneller Mobilfunk. Mit diesen Terminals werden Lokomotiven ausgerüstet, um die Kommunikation zwischen Zugführer und Leitstellen zu regeln. Zudem seien Anlaufkosten für die Entwicklung neuer Produkte in den Feldern Kommerzieller Mobilfunk und Private Netze entstanden, erklärte Grundner.

Im Bereich Kommerzieller Mobilfunk bietet Funkwerk unter anderem Freisprechanlagen sowie so genannte "Compenser" an. Die im Auto eingesetzten Verstärkersysteme erhöhen die Verbindungssicherheit des Handys. Im erst im Oktober 2001 gestarteten Geschäftsfeld Private Netze stellt Funkwerk unter anderem Kommunikationsgeräte mit speziellen Sicherheitsfunktionen her. Diese Geräte ermöglichten die Lokalisierung von Personen und würden beispielsweise in Justizvollzugsanstalten eingesetzt, sagte Meyer.

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