Neun Prozent weniger verdient: General Electric erleidet Gewinneinbruch

Neun Prozent weniger verdient
General Electric erleidet Gewinneinbruch

Der US-Mischkonzern General Electric hat im ersten Quartal 2003 wie erwartet fast neun Prozent weniger verdient als vor einem Jahr. Für das laufende Quartal und das Gesamtjahr bestätigte der Konzern seine Prognosen.

Reuters BOSTON. Als Grund für den Gewinnrückgang nannte der in Fairfield im US-Bundesstaat Connecticut ansässige Konzern am Freitag das schlechte Gasturbinengeschäft sowie Einbußen in der Sparte GE Plastics. Die im Dow-Jones-Index der 30 größten US-Standardwerte gelisteten Aktien reagierten in einem freundlichen Marktumfeld verhalten mit einem Plus von 0,3 % auf 27,45 Dollar. GE, die auch Küchengeräte und Flugzeugturbinen herstellen, ist auch Mutterkonzern des US-Fernsehsenders NBC.

Der GE-Gewinn fiel im ersten Quartal auf 3,2 Mrd. Dollar oder 32 Cent je Aktie von 3,5 Mrd. Dollar oder 35 Cent je Aktie vor Jahresfrist. Der Umsatz ging um rund ein Prozent auf 30,3 Mrd. Dollar zurück. Allein im Gasturbinengeschäft, das in der Sparte GE Power Systems zusammengefasst ist, fiel der Verkauf auf nur noch 33 schwere Gasturbinen von 69 Turbinen vor einem Jahr. Dennoch erwirtschaftete die GE Power Systems Sparte mehr Gewinn im Quartal als irgendeine andere Sparte.

Schlecht war auch das Geschäft in der GE Palstics Sparte, die angesichts steigender Kosten für Rohmaterialien wie Benzol und Öl einen Gewinneinbruch von 56 % auswies. Noch im Januar hatte GE für diese Sparte einen etwas geringeren Gewinnrückgang von rund 15 % prognostiziert. Auch der Fernsehsender NBC, der im Vorjahr noch von der Übertragung der Olympischen Winterspiele profitiert hatte, trug im ersten Quartal weniger zum Konzerngewinn bei als vor Jahresfrist.

Für das zweite Quartal rechnet GE weiterhin mit einem Gewinnrückgang von zehn bis 15 % auf 37 bis 39 Cent je Aktie von 44 Cent vor einem Jahr. Thomson First Call hat einen Gewinn je Aktie im Schnitt von 38 Cent prognostiziert. GE-Chef Jeff Immelt hatte zuvor bereits erklärt, er rechne weiter für das Gesamtjahr mit einem Gewinnanstieg zwischen drei und 13 % auf 1,55 Dollar bis 1,70 Dollar je Aktie. Diese breite Spanne zeigt die Unsicherheit, die offenbar angesichts der weltweiten Konjunkturflaute besteht. Immelt kündigte an, der Mischkonzern werde sich von Bereichen trennen, die kein Potenzial zu einem jährlichen Gewinnzuwachs von mindestens zehn Prozent haben. Acht der 13 GE-Sparten haben den Angaben zufolge im ersten Quartal zweistellige Wachstumsraten ausgewiesen.

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