Archiv
Neun Tote bei Anschlägen in Bagdad

Bei der Explosion zweier Autobomben in Bagdad sind am Dienstag mindestens neun Menschen getötet worden. Zur Verbesserung der Sicherheitslage vor den für Januar geplanten Wahlen begannen die USA unterdessen mit der Stationierung zusätzlicher Soldaten im Irak.

dpa BAGDAD. Bei der Explosion zweier Autobomben in Bagdad sind am Dienstag mindestens neun Menschen getötet worden. Zur Verbesserung der Sicherheitslage vor den für Januar geplanten Wahlen begannen die USA unterdessen mit der Stationierung zusätzlicher Soldaten im Irak.

Wie das US-Militär in Bagdad mitteilte, sollen in den kommenden Tagen 4 000 weitere Soldaten im Land eintreffen. Damit wird das amerikanische Truppenkontingent im Irak auf 138 000 Mann aufgestockt. Wie ein Polizeisprecher berichtete, starben fünf irakische Zivilisten, als eine Autobombe vor dem Erziehungsministerium im Bagdader Stadtteil Adhamija explodierte. Zwölf Passanten seien verletzt worden.

Zuvor war nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders Al-Arabija eine Autobombe in der westlichen Vorstadt Abu Ghoreib explodiert. Der Sprengsatz, der offensichtlich einer Patrouille der irakischen Nationalgarde galt, habe vier Zivilisten getötet. Zwölf Menschen seien verletzt worden.

In der nordirakischen Stadt Samarra verschleppten Rebellen einen US-Soldaten. Das berichtete der arabische Nachrichtensender Al- Dschasira unter Berufung auf das US-Militär. Das irakische Staatsfernsehen berichtete indes, zwei Iraker, die am Vortag zusammen mit einem Amerikaner und einem Nepalesen aus ihrem Büro verschleppt worden waren, seien wieder frei. Die Mutter eines entführten Sudanesen, der für eine US-Firma gearbeitet hatte, appellierte an die Geiselnehmer, ihren Sohn nicht zu töten.

Die Familie Saddam Husseins hat sich nach jordanischen Zeitungsberichten von dem Leiter seines Anwaltsteams, das den gestürzten irakischen Diktator im bevorstehenden Prozess verteidigen soll, getrennt. Ein Nachfolger Mohammed Raschdans sei noch nicht bestimmt. Zu dem Team von etwa 25 internationalen Anwälten gehört auch eine Tochter des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi.

Rund um die nordirakische Stadt Kirkuk setzten Saboteure mit Sprengstoffanschlägen drei wichtige Ölpipelines in Brand. Dadurch wurden sowohl die Arbeit der Raffinerie in Bedschi als auch der Export über die Türkei beeinträchtigt. Die Polizei erklärte, hat die Feuerwehr große Mühe die Brände unter Kontrolle zu bringen.

Das US-Militär flog in der Nacht zum Dienstag nach eigenen Angaben erneut Luftangriffe gegen mutmaßliche Ziele von Aufständischen in der westirakischen Rebellenhochburg Falludscha. Bei einem Angriff auf einen Militärkonvoi in West-Bagdad wurde nach US-Armeeangaben ein Soldat verletzt. In der südlich von Bagdad gelegenen Kleinstadt Haswa beschossen Aufständische eine Polizeistreife und töteten drei Polizisten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%