Neun Tote bei Zusammenstößen
Neue Gewalttaten erschüttern Kaschmir

Nach Tagen relativer Ruhe haben neue Bluttaten den indisch kontrollierten Teil Kaschmirs erschüttert. Mindestens neun Menschen kamen am Montag bei Unruhen in der Krisenregion ums Leben, nachdem zuvor mutmaßliche Moslem-Rebellen am Samstagabend in einem Armenviertel der Stadt Jammu 28 Menschen getötet hatten.

HB NEU DELHI. Indische Politiker machten moslemische Freiheitskämpfer für die Gewalttaten in Kaschmir verantwortlich.

Nach dem Massaker in dem hinduistischen Stadtviertel von Jammu riefen politische Parteien in der Stadt zum Generalstreik auf. Die meisten Läden und Betriebe blieben am Montag geschlossen, der Protest verlief friedlich, berichtete der indische Fernsehsender Star News. Die Polizei suchte im Grenzgebiet zu Pakistan weiter nach den Tätern.

Indische Sicherheitskreise vermuteten die radikalen pro- pakistanischen Moslem-Gruppen Lashkar-e-Toiba oder Jaish-e-Mohammed hinter dem Attentat in Jammu. Zur Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed soll auch der in Großbritannien geborene Moslem-Extremist Sheikh Omar gehören, der am Montag in Pakistan wegen Mordes an dem US- Journalisten Daniel Pearl zum Tode verurteilt wurde. Das Außenministerium in Islamabad wies Vorwürfe der indischen Regierung zurück, die Hintermänner des Überfalls in Jammu seien in Pakistan zu finden.

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