Neun verletzte Polizisten und zehn Festnahmen
Finale-Randale

Die Freude über den Finaleinzug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Asien wurde in der Heimat durch Krawalle getrübt. Bei Ausschreitungen wurden neun Polizisten verletzt und zehn Personen festgenommen.

dpa HAMBURG. Die Freude über den Finaleinzug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Asien wurde in der Heimat durch Krawalle getrübt. Während in Hamburg, Berlin und Hannover Zehntausende den 1:0-Sieg der Deutschen über Gastgeber Südkorea bis in die Morgenstunden des Mittwochs friedlich feierten, wurden in anderen Städten bei Ausschreitungen neun Polizisten verletzt, 141 Randalierer kamen in Gewahrsam und zehn Personen wurden festgenommen.

In Essen waren in der Nacht zum Mittwoch mehrere hundert Polizeibeamte aus Essen, Dortmund und Unna im Einsatz. Ein Beamter wurde nach Angaben der Polizei vom Mittwoch bei den heftigen Ausschreitungen leicht verletzt. Von den 41 in Gewahrsam genommenen Personen wurde drei festgenommen.

Auch in Saarbrücken mischten sich unter die Feiernden Randalierer. Drei Polizeibeamte wurden in der Innenstadt bei gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Fußballfans verletzt. Ein Polizist, dem eine Bierflasche auf den Kopf geschlagen worden war, musste in einer Klinik behandelt werden. Vier Randalierer wurden festgenommen. Sachschäden gab es nach Polizeiangaben nicht.

Fast 100 Randalierer nahm die Polizei in Düsseldorf in Gewahrsam. Während Tausende friedlich feierten, sei die Gruppe aus der Altstadt kommend über die Königsallee gezogen und habe in einem Einkaufszentrum Feuerwerkskörper gezündet, berichtete die Polizei. Daraufhin hatten zahlreiche Beamte die Chaoten eingekesselt. Ein 28- Jähriger wurde verletzt, als ein Autofahrer mit seinem Wagen in eine jubelnde Menge steuerte.

In der Mannheimer Innenstadt warf eine Gruppe von mehreren hundert Skinheads und Hooligans mit Flaschen und feuerte Leuchtspurmunition auf Polizisten. Auch hier wurden drei Beamte verletzt, einer von ihnen musste ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Polizeipferd wurde von einer vollen Bierflasche am Kopf getroffen.

Ein 28 Jahre alter Randalierer verletzte in Heilbronn zwei Polizisten. Der Mann hatte eine Rauchbombe geworfen und sollte am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Drei weitere Männer wurden festgenommen. Im niedersächsischen Hildesheim verletzten betrunkene Fußballfans einen Polizisten durch einen Flaschenwurf.

Am (heutigen) Mittwoch hofften unzählige Türken in Deutschland auf den Finaleinzug ihrer Mannschaft. Die Kölner Polizei wirbt mit Blick auf die Halbfinal-Begegnung zwischen Brasilien und der Türkei vorsorglich im Internet auf türkisch für friedliche Siegesfeiern der Fans. (Internet: Türkische Fan-Seite der Polizei Köln: http://www.polizei.nrw.de/koeln).

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