Neunmonatsergebnis leicht unter den Erwartungen
Rekordergebnis für Semperit fast selbstverständlich

Die Semperit AG Holding erwartet 2002 ihr zwölftes Rekordergebnis in Folge, ist mit ihrem Neunmonatsergebnis aber leicht unter den Erwartungen von Analysten geblieben.

Reuters WIEN. Semperit gab am Freitag für die ersten drei Quartale einen um 11,3 Prozent gestiegenen Konzernumsatz von 335,1 (301,0) Millionen Euro und ein um 5,6 Prozent höheres Vorsteuerergebnis (Ebt) von 31,9 (30,2) Millionen Euro bekannt. Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 331,8 Millionen Euro und ein Vorsteuerergebnis von 32,4 Millionen Euro erwartet. Semperit bilanziert nach International Accounting Standards (IAS).

Semperit habe im dritten Quartal 2002 in einigen Produktsparten die Auswirkungen der rezessiven Tendenzen der Weltwirtschaft gespürt, teilte das Unternehmen mit. In dem mit unverminderter Heftigkeit geführten Verdrängungswettbewerb musste laut Semperit weiterhin mit knappen Margen kalkuliert werden. Die dennoch erzielte Ergebnisverbesserung sei auf stete Produktivitätsfortschritte, auch in den in Ost- und Südeuropa sowie in Asien neu erworbenen Fabriken zurück zu führen.

Semperit ist in den vier Bereichen Sempermed (medizinische Handschuhe), Semperflex (Hyraulik- und Industrieschläuche), Semperform (Formteile) und Sempertrans (Förderbänder) tätig.

Der Bereich Sempermed sollte auch im weiteren Jahresverlauf von einer hohen Nachfrage und der führenden Kostenposition profitieren, so Semperit. Die Akquisitionserfolge der US-Vertriebstochter verschaffen der thailändischen Produktion nach Angaben Semperits "eine sehr hohe Auslastung". Die auf hohem Niveau verharrenden Latexpreise würden die Ertragslage bei der thailändischen Siam Sempermed aber auch für den Rest des Jahres beeinträchtigen, da Preiserhöhungen am Markt kaum unterzubringen seien. Die Sempermed-Produktion in Österreich erwarte dank neuer Großaufträge aus dem Mittleren Osten eine unverändert hohe Auslastung und einen Rekordausstoß.

Bei der Semperflex-Sparte der Hydraulikschläuche werde vor allem bei der tschechischen Semperflex Optimit ein kräftiges Umsatz- und Ergebniswachstum erwartet. Beim Absatz von Industrieschläuchen sei in nächster Zukunft dagegen keine wesentliche Besserung zu erwarten. Im Bereich Semperform sei mit einer weiteren Umsatz und Ergebnisverbesserung auch im vierten Quartal zu rechnen.

Bei der polnischen Sempertrans Belchatow rechne Semperit mit einer erfreulichen Umsatz- und Ertragsentwicklung bis Jahresende. Bei der französischen Schwestergesellschaft würden hingegen die Auswirkungen von verlangsamter Investitionstätigkeit, verschärftem Wettbewerb und steigendem Preisdruck zu Buche schlagen, hieß es ohne genauere Angaben. Semperit notierten Freitagfrüh an der Wiener Börse mit 12,50 (12,55) Euro. Im Jahresverlauf hat die Aktie damit 15,7 Prozent zugelegt.

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