NeunTote binnen drei Wochen
Weitere türkische Gefangene sterben bei Hungerstreik

dpa ISTANBUL. In der Türkei sind wieder drei Häftlinge an den Folgen ihrer Hungerstreiks gestorben. Am Donnerstag starben nach Angaben des Menschenrechtsvereins (IHD) in Izmir zwei Gefängnisinsassen, die seit 168 Tagen nichts mehr gegessen hatten. Außerdem war am Vorabend nach Zeitungsberichten in Edirne ein Gefangener nach seinem Hungerstreik gestorben. Damit hat die Protestaktion, an der sich nach Schätzungen mehrere hundert Häftlinge beteiligen, in den letzten Tagen insgesamt neun Menschenleben gefordert.

Die meist linksextremistischen Gefangenen protestieren gegen die Bedingungen in neuen Gefängnissen, die kleine Zellen anstelle der bisherigen großen Räume mit bis zu 100 Gefangenen haben. Sie befürchten, stärker der Willkür von Aufsehern ausgesetzt zu werden, und fordern Gespräche mit Vertretern des Justizministeriums.

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