Neuordnung der Landwirtschaftspolitik
Gespräche zur EU-Agrarreform vertagt

Die Gespräche zur EU-Agrarreform sind am Donnerstagabend nach Angaben aus EU-Kreisen auf Mittwoch kommender Woche vertagt worden.

Reuters LUXEMBURG. "Die Gespräche wurden abgesagt", hieß es in den Kreisen. Die Wiederaufnahme sei für Mittwochnachmittag geplant. Die Landwirtschaftsminister der 15 EU-Staaten haben seit Dienstag in Luxemburg über die Reform der Agrarpolitik in der EU beraten. Gründe für den Abbruch der Gespräche waren zunächst nicht bekannt.

Bei den geplanten Reformen handelt es sich um die bisher umfassendste Neuordnung der EU-Landwirtschaftspolitik. Nach Vorschlag von EU-Agrarkommissar Franz Fischler sollen künftig 75 % der Zahlungen an die Landwirte für Getreide und Ölsaaten von der Produktion entkoppelt und durch einen pauschalen Zuschuss ersetzt werden. Daneben schlägt Fischler vor, die Prämien zu kürzen und die frei gewordenen Mittel in allgemeine Töpfe zur Entwicklung des ländlichen Raums umzuschichten.

Die französische Regierung steht im eigenen Land unter hohem Druck, keine Zugeständnisse zu machen. Das Land ist Hauptnutznießer der Zuschüsse der Europäischen Union (EU) an die Bauern. Deutschland ist Nettozahler. Insgesamt belaufen sich die Agrarsubventionen auf 40 Mrd. ? pro Jahr.

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