Neuordnung der Morgan-Stanley-Capital-Indizes sorgt für Impulse
Europas Börsen gehen uneinheitlich ins Wochenende

Die europäischen Börsen sind am Freitag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Ein wichtiges Thema am Freitag war Börsianern zufolge zudem die Neuordnung der Morgan-Stanley - Capital-Indizes (MSCI). Viele Fondsmanager nutzen die MSCI zur Strukturierung ihrer Portfolios. Viele der neuaufgenommenen Titel konnten sich gegen den allgemein schwachen Trend durchsetzen und legten teilweise kräftig zu.

Die US-Börsen hatte am Freitag uneinheitlich eröffnet und legten nach der Gerichtsentscheidung in Florida deutlich zu. Im weiteren Verlauf gaben sie die Zugewinne jedoch wieder ab. Am Abend notierten Dow Jones und Nasdaq deutlich leichter.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz lag am Abend 0,41 % im Minus bei 4835,51 Punkten, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 1,03 % auf 4959,12 Punkte nachgab.



LONDON - Behauptet - Pharmatitel fester

Die Londoner Börse hat zum Wochenausklang unterstützt durch Kursgewinne von Pharmawerten behauptet geschlossen. Der FTSE beendete den Handel mit einem Plus von 0,15 % bei 6 440,1 Punkten. Von dem Gerichtsentscheid in Florida und steigenden Chancen auf einen Wahlsieg für George W. Bush profitierten die Pharmatitel. Smith Kline stiegen 1,98 %, während Glaxo Wellcome sich um 1,54 % verbesserten. Astra Zeneca legten um drei Prozent zu.

ZÜRICH - MSCI-Aufnahmen und Finanzaktien stützen

Die Schweizer Börse hat am Freitag nach einem ruhigen Handelstag auf Vortagesniveau geschlossen. Der SMI ging mit einem Plus von 0,02 % auf 8131 Punkten praktisch unverändert ins Wochenende. Im Mittelpunkt des Interesses stand die MSCI-Neuordnung und im späteren Geschäft auch der Gerichtsentscheid in Florida, sagten Börsianer. Die Neueinsteiger in den MSCI - unter anderem Kudelski und Ascom - legten teilweise kräftig zu. Kudelski gewannen 3,13 % auf 2310 sfr. Ascom verteuerten sich um 4,4 % auf 123,50 sfr. Mövenpick, die aus dem MSCI herausfielen, büßten 1,7 % auf 810 sfr ein. Die wider Erwarten nicht in den MSCI aufgenommenen Richemont litten unter Gewinnmitnahmen und verloren 6,18 Prozen auf 5010 sfr. Von den Finanzwerten zogen UBS und Swiss Re um rund ein beziehungsweise um 1,3 % an.



PARIS - Tech-Werte belasten

In Paris schlossen die Aktienwerte nach starken Verkäufen von Technologiewerten am Freitag mehrheitlich schwächer. Der CAC40 gab 1,93 % auf 6&nbsps;161,92 Punkte nach. Zusätzlich belastete die Charttechnik den Markt, sagten Händler. Den Analysten von KBC Securities zufolge ist ein Rückgang auf bis zu 5750 Punkte möglich. Unter der negativen Applied-Materials-Veröffentlichung vom Vortag litten vor allem die Titel des Telekom-Ausrüsters Alcatel , die rund sieben Prozent auf 62,50 Euro fielen.

ST Microelectronics verloren 4,11 % auf 50,10 Euro und Cap Gemini 2,93 % auf 182,50 Euro. Credit Lyonnais legten nach den kürzlich veröffentlichten leicht besser als erwarteten Zahlen zu. Die Aktien stiegen um rund ein Prozent auf 40,16 Euro.



MAILAND - Index leicht im Minus

Die italienischen Aktienwerte haben am Freitag trotz kräftiger Zugewinne bei Fiat schwächer geschlossen. Der Mib30 gab 0,48 % auf 48 171 Zähler nach. Marktbeobachtern zufolge wird das Geschehen vom Verfallstermin bei Optionen beherrscht. Fiat legten im Gegensatz zu anderen europäischen Autoaktien deutlich zu und beendeten den Handel 3,44 % fester. Überdurchschnittlich zulegen konnten auch Autostrade und Bipop-Carire, die von der Aufnahme in den MSCI profitierten. Die Aktien zogen um 2,74 % beziehungsweise um 0,29 % an.

MADRID - Telefonica und Terra drücken Ibex

Die madrilenische Börse beendete den Handel auf einem Jahrestief und durchbrach dabei die psychlogisch wichtige Marke von 10 000 Punkten. Der Ibex büßte 2,9 % auf 9 845,9 Punkte ein. Belastet wurde der Markt von Verlusten beim Schwergewicht Telefonica und Sorgen um die wirtschaftliche Situation in Argentinien, sagten Händler. Die Titel des Telefon-Konzerns fielen im Sog eines Abwärtstrends bei europäischen Telekomaktien 2,3 % auf 20,50 Euro, nachdem mit der Platzierung von Telefonica Moviles in der kommenden Woche die vorerst letzte Tochtergesellschaft des Unternehmens an die Börse gehen wird. Ebenfalls Kurseinbußen verbuchten die Aktien der Telefonica-Tochter Terra Lycos , die 12,4 % auf 19 Euro nachgaben.

AMSTERDAM - Leichte Zugewinne

Die niederländischen Aktienwerte haben am Freitag trotz schwacher Technologieaktien leicht im Plus geschlossen. Der AEX verbesserte sich um 0,4 % auf 680,16 Zähler. KPN-Telecom büßten 6,55 % auf 17,42 Euro ein, nachdem sie zuvor im Handelsverlauf ein neues Jahrestief erreicht hatten. UPC gaben um 8,5 % auf 14 Euro. Ein Händler begründete die Verluste mit Markteinschätzungen, dass das Unternehmen Finanzprobleme haben könnte. Unterstützung für den Index kam von Vendex, die nach der Aufnahme in den MSCI-Index 5,6 % auf 15,90 Euro stiegen und von Aegon , die sich um 3,05 % auf 48,02 Euro verteuerten.



WIEN - Knapp behauptet

Die österreichischen Aktienwerte haben am Freitag knapp behauptet geschlossen. Der ATX büßte 0,22 % auf 1107,46 Zähler ein. Händlern zufolge hielten sich viele Anleger angesichts des Terminverfalls zurück. Größere Umsätze verbuchten VA Tech, die sich nach einem Kurssturz auf 34,20 Euro bis Börsenschluss wieder erholten. Die Titel stiegen um 0,83 % auf 36,60 Euro. Auf der Verliererseite standen Cybertron mit Verlusten von mehr als zwölf Prozent auf 6,11 Euro.



BRÜSSEL - Unverändert - Delhaize leichter

In Brüssel gingen die Aktienwerte mehrheitlich auf Vortagesniveau aus dem Handel. Der Bel20 verharrte unverändert auf 3143,04 Punkten. Im Blickpunkt standen Börsianern zufolge Agfa Gevaert . Nach der Aufnahme in den MSCI legten die Titel zunächst kräftig zu, verzeichneten dann jedoch Gewinnmitnahmen. Die Papiere gaben 0,41 % auf 26,79 Euro nach. Delhaize verloren nach der Anhebung des Übernahmeangebotes für Delhaize America 6,35 % auf 50,85 Euro.



STOCKHOLM - OMX im Minus - Ericsson belastet

Die Stockholmer Börse hat am Freitag belastet von den Kurseinbußen des Index-Schwergewichts Ericsson leichter geschlossen. Der OMX fiel 0,92 % auf 1128,64 Zähler. Ericsson fielen am Freitag um 1,50 skr auf 119,5 skr. Auch die Titel des Wettbewerbers Nokia büßten 0,50 skr auf 412 skr ein. Zu den Gewinnern gehörten Getinge , die am Morgen die Übernahme der RWE-Tochter Maquet angekündigt hatten. Die Titel schlossen 1,50 skr fester bei 103 skr.

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