Neuordnung des Strommarkts
Kommentar: Die vierte Kraft entsteht

Bei der Neuordnung der ostdeutschen Energiewirtschaft sprach von Anfang an vieles für eine deutsche Lösung und vieles gegen das Engagement eines ausländischen Großinvestors. Und ebenso sprach vieles dafür, dass die Hamburgischen Electricitätswerke und/oder die Berliner Bewag zum Zuge kommen würden. Denn sie beide sind mit ihren Kunden Garant dafür, dass der Braunkohleverstromer Veag seinen Strom und damit der Braunkohleförderer Laubag seine Kohle verkaufen können. So waren sie nicht auf den Regionalverteiler Envia angewiesen, den RWE ohnehin nicht weggeben wollte. Zudem sind HEW und Bewag bereits Miteigner bei Veag/Laubag und hätten den Verkauf an andere zumindest verzögern können.

Mit dem Verkauf an die HEW ist die Basis für die "vierte Kraft" auf dem deutschen Strommarkt gelegt. Doch kann und will HEW das Projekt nicht alleine stemmen. Deshalb kommt die Bewag, auf die HEW und deren Haupteigner Vattenfall ein begehrliches Auge geworfen haben, ganz schnell wieder ins Spiel. Das Gespann kann neben RWE, Eon und der mit der Electricité de France verbandelten EnBW ein starker Mitspieler auf dem deutschen Strommarkt werden. Unter diesen Umständen werden weder die Kartellbehörden noch die Bundesregierung Bedenken haben und dem Geschäft zustimmen. Damit sollte auch schnell eine Lösung im leidigen Streit darüber zu erzielen sein, wer künftig bei der Bewag das Sagen hat.

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