Neuordnung steht unmittelbar bevor
Merrill Lynch stuft Pro-Sieben-SAT.1 Media runter

Die Investmentbank Merrill Lynch hat angesichts der Spekulationen um den Zusammenschluss der börsennotierten Pro-Sieben-SAT.1 Media AG mit deren Muttergesellschaft Kirch Media ihre langfristige Anlageempfehlung für die Pro-Sieben-SAT.1-Media-Aktie gesenkt.

dpa-afx LONDON. Die Analysten stuften ihr Rating auf "Neutral" von "Buy" herunter. Demnach messen sie der Aktie nur ein begrenztes Wertsteigerungspotenzial bei. Wie Merrill Lynch in einer Kurzstudie am Donnerstag in London mitteilte, wurde dagegen die mittelfristige Empfehlung auf "Neutral" belassen.

Nach Medienberichten steht die Neuordnung des Medienimperiums von Leo Kirch offenbar unmittelbar bevor und könnte bereits in der ersten Jahreshälfte 2002 erfolgen. Durch die Fusion, die als sicher gilt, würde einer der größten börsennotierten Medienkonzerne Europas entstehen.

Eine Verschmelzung würde Deutschlands größtes Übertragungsrechte-Geschäft in die Pro-Sieben-SAT.1 Media einbringen, schreiben die Analysten von Merrill Lynch. Dazu kämen das Produktionsgeschäft, der Verlust bringende DSF-Kanal sowie Kirch Intermedia und sein Medientechnologie-Geschäft.

Daraus ergäben sich aber auch zwei Punkte, die beachtet werden sollten, meint Merrill Lynch. Zum einen müssten unter anderem die DSF-Verluste, die Rechte für die Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 sowie für die Formel 1 auf den Prüfstand gestellt werden. Zum anderen dürfte das vergrößerte Geschäft die Bewertungsmöglichkeiten erschweren.

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