Neuseeland hat das Nachsehen
Deutsche Basketballer im WM-Viertelfinale

Trotz einer Niederlage gegen Argentinien sind die Deutschen eine Runde weiter. Auf wen die Mannschaft dort trifft, ist noch offen.

dpa INDIANAPOLIS. Trotz einer 77:86 (34:46)-Niederlage gegen Argentinien haben sich Deutschlands Korbjäger für das Viertelfinale der 14. Basketball-Weltmeisterschaft in Indianapolis qualifiziert. Schon vor dem letzten Zwischenrundenspiel am Donnerstag (00.30 Uhr MESZ) gegen Vize-Weltmeister Russland hatte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) den vierten Tabellenplatz sicher, der zum Einzug unter die letzten Acht berechtigt.

Entscheidend für den bisher größten Erfolg bei einer WM war am späten Dienstagabend (Ortszeit) die 62:110-Niederlage von Neuseeland gegen die USA. Der Ozeanienmeister (4:6 Punkte) könnte mit einem Sieg über China zwar noch mit dem deutschen Team (6:4) gleichziehen, doch den bei Punktgleichheit über die Platzierung entscheidenden Direktvergleich hatte die Mannschaft von Bundestrainer Henrik Dettmann gegen die Neuseeländer mit 84:64 gewonnen.

Auf wen die DBB-Auswahl im Viertelfinale trifft, wird erst am letzten Spieltag der Zwischenrundengruppe E geklärt. Dort stehen mit Spanien, Brasilien und Puerto Rico drei Mannschaften mit jeweils 8:2 Punkten an der Spitze. In den Führungskampf dieser Gruppe kann auch noch der aufgewachte Titelverteidiger Jugoslawien (6:4) eingreifen, der nach bis dahin enttäuschenden Leistungen sein wahres Gesicht zeigte und Brasilien mit 90:69 die erste Niederlage beibrachte.

Zum ersten Mal besiegt wurde auch Spanien vom Überraschungsteam Puerto Ricos, das nach dem Sieg über Weltmeister Jugoslawien (85:83) auch den Iberern mit 73:65 das Nachsehen gab. Russland (4:6) wahrte seine Chance in der Gruppe F mit dem ungefährdeten 95:68-Sieg über China ebenso wie in der Gruppe E die Türkei (4:6), die nach dem 86:66 gegen Angola aber schon den Weltmeister ausschalten muss, um ins Viertelfinale einzuziehen.

Eine bessere Ausgangsposition für das Viertelfinale vergab das DBB-Team bei der sechsten Niederlage im siebten Vergleich mit den zum WM-Geheimtipp avancierten Argentiniern durch einen miserablen Start und eine katastrophale Wurfausbeute (26,7 %) in der ersten Halbzeit. Obwohl er mit 21 Punkten erneut bester Werfer war, traf der deutsche NBA-Star Dirk Nowitzki nur drei seiner 17 Wurfversuche aus dem Feld. Dafür verwandelte er alle 15 Freiwürfe und holte zehn Rebounds. Zweistellig punkteten noch Patrick Femerling (14) und Misan Nikagbatse (10).

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