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Neustart für Williams-BMWDPA-Datum: 2004-07-09 12:42:08

Silverstone (dpa) - BMW ist auf der Suche nach dem Nachfolger für den zu Toyota abgewanderten Ralf Schumacher auf Gedeih und Verderb Teamchef Sir Frank Williams ausgeliefert.

Silverstone (dpa) - BMW ist auf der Suche nach dem Nachfolger für den zu Toyota abgewanderten Ralf Schumacher auf Gedeih und Verderb Teamchef Sir Frank Williams ausgeliefert.

«Wir werden konsultiert von Frank Wiliams. Aber die letzte Entscheidung in der Fahrerfrage trifft er», sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen in einem dpa- Gespräch in Silverstone. Erstmals seit dem Einstieg des Münchner Automobilkonzerns in die Formel 1 im Jahr 2000 wird das britisch-deutsche Team in der nächsten Saison ohne einen deutschen Fahrer auskommen müssen, denn der momentan für Jordan fahrende frühere Mercedes-Junior Nick Heidfeld gehört für Williams nicht zur engeren Wahl.

Ein deutscher Fahrer wäre auch nur ein Bonus, aber keine zwingende Notwendigkeit für das Münchner Unternehmen. «Wir sehen die Formel 1 als globale Institution und BMW als globales Unternehmen. Der deutsche Markt ist nur einer von vielen. Uns geht es um die Wettbewerbsfähigkeit und darum, die zwei stärksten Fahrer zu bekommen», sagte Theissen und verriet: «Wir sprechen mit mehreren Fahrern.» Weil außer Ralf Schumacher auch der Kolumbianer Juan Pablo Montoya das Team verlässt und zum Erzrivalen McLaren-Mercedes wechselt, muss Williams-BMW gleich zwei neue Piloten verpflichten und steht somit vor einem Neuanfang. «Das ist eine Herausforderung, aber es wirft uns nicht zurück», betonte Theissen.

Nach dpa-Informationen soll mit Mark Webber bereits alles klar sein. «Ich weiß alles, ihr wisst nichts. So wird es auch bleiben», sagte der für Jaguar fahrende Australier vor dem Großen Preis von Großbritannien. «Die Verhandlungen können sich noch hinziehen, aber sie können auch über Nacht beendet sein», erklärte Theissen. Entscheidend sei, «dass die Fahrer Ende der Saison feststehen. Vorher dürfen sie sowieso nicht im Auto sitzen.»

Sollte der zur Zeit verletzte Schumacher in diesem Jahr nicht mehr für das BMW-Williams-Team an den Start gehen, würde man bares Geld sparen. Vom dritten Rennen an, das der Kerpener aus gesundheitlichen Gründen nicht bestreiten kann, soll eine Versicherung für sein Gehalt von rund einer Million Euro pro Grand Prix aufkommen. Williams-BMW könnte deshalb den kanadischen Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve schon in Hockenheim zum Test unter Rennbedingungen bitten. Auch der bei McLaren-Mercedes ausgemusterte David Coulthard hofft noch auf ein attraktives Cockpit im nächsten Jahr.

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