Neustrukturierung
BdB-Präsident gegen Bankenaufsicht bei der Bundesbank

vwd FRANKFURT. Die Neustrukturierung der Bankenaufsicht in Deutschland muss künftigen europäischen Lösungen Rechnung tragen, sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Frank Heintzeler, am Mittwoch in Frankfurt auf der Herbst-BdB-Pk nach der Herbst-BdB-Vorstandsitzung, und sprach sich erneut gegen die Angliederung der Bankenaufsicht in Deutschland bei der Deutschen Bundesbank aus, mit dem Argument: "Da auf dem Gebiet der Bankenaufsicht bekanntlich die EZB nach den Vertragsbestimmungen nicht die allgemeine Bankenaufsicht übernehmen kann, würde eine Eingliederung der Bankenaufsicht in die Bundesbank dieser Entwicklung entgegenlaufen."

Wichtig ist auch, so Heintzeler weiter, dass der Weg für eine Zusammenführung der drei deutschen Aufsichtsämter - Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen, Versicherungsaufsichtsamt und Wertpapieraufsichtsamt - nicht verbaut wird. Andere Länder hätten bereits diesen Weg eingeschlagen. Die privaten Banken hätten sich deshalb für eine selbständige, unmittelbar beim Bundesfinanzministerium angesiedelte Institution ausgesprochen.

Nach Überzeugung des Bankenpräsidenten kommt es nun darauf an, dass die politischen Entscheidungsträger ihre Meinungsbildung abschließen und die Aufsichtsfrage möglichst rasch und zielführend entschieden wird. In jedem Falle sei das Aufsichtsthema zu wichtig, als dass es nicht nach rein sachbezogenen Erwägungen entschieden werden sollte. Die Neuregelung müsse vor allem an den internationalen Finanzmärkten überzeugen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%