Neustrukturierung war "notwendig"
Analysten: Neustrukturierung der Deutschen Börse positiv

Analysten haben die anstehende Neustrukturierung der Führungsebene und der Aufgabenbereiche bei der Deutschen Börse AG positiv gewertet.

vwd FRANKFURT. Eine Neueinteilung der bislang nach Produkten gegliederten Bereiche der Börse sei durchaus sinnvoll, meinte Jörn Kissenkötter von M.M. Warburg. Bislang würden für Xetra und Eurex teilweise dieselben Kunden mit Dienstleistungen versorgt. Da sei es sinnvoll, vertriebliche Oberfunktionen zu schaffen. Die damit einhergehende strukturelle Verschlankung sei ebenfalls positiv zu werden.

Die Neustrukturierung sei durch die Übernahme von Clearstream notwendig geworden, fügte Kissenkötter hinzu. Allein die Zahl der Mitarbeiter habe sich dadurch verdreifacht. Kosteneinsparungen sollten bei den anstehenden Neustrukturierungen seiner Ansicht nach eher eine marginale Rolle spielen. Die Personen, die aus dem Vorstand wechselten, blieben dem Unternehmen in anderen Positionen erhalten, erläuterte der Analyst. Insgesamt seien die anstehenden Änderungen aber ein Schritt hin zu mehr Effizienz.

Analyst Heiko Frantzen vom Bankhaus Sal. Oppenheim wertet die anstehenden Änderungen bei der Börse ebenfalls positiv. Es sei durchaus zu begrüßen, wenn ein Unternehmen in fortwährenden Prozessen seine Strukturen auf Effizienz überprüfe und entsprechend anpasse, sagte er. Durch die Übernahme von Clearstream sei die Börse deutlich gewachsen. In dieser neuen Dimension müsse das Unternehmen neu und vernünftig strukturiert werden.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse wird am Montag über die geplanten Änderungen entscheiden. Frankfurter Finanzkreisen zufolge steht dabei eine Verkleinerung des Vorstands auf sechs von acht Personen an. Ferner sollen die bislang nach Produkten ausgerichteten Aufgabenbereiche wie Xetra, Eurex und Information Products in Funktionen wie Finanzen, Vertrieb, IT und Betrieb gegliedert werden.

Der Vorstandsvorsitzende Werner Seifert und sein für Clearstream zuständiger Stellvertreter Andre Roelants bleiben den Kreisen zufolge dem Gremium erhalten. Ferner sollen Mathias Hlubek, Rudolf Ferscha, Michael Kuhn und Matthias Ganz dem Vorstand angehören. Die bisherigen Börsenvorstände Christoph Lammersdorf und Frank Gerstenschläger sollen den Kreisen zufolge aus dem Gremium ausscheiden und für ihre bisherigen Aufgabenbereiche Information Products bzw IT andere Führungspositionen innerhalb des Hauses übernehmen.

Der für Xetra verantwortliche Vorstand Volker Potthoff soll ebenfalls aus dem Gremium ausscheiden und eine neue Aufgabe bekommen. Ein Sprecher der Deutschen Börse wollte sich dazu nicht äußern, sondern verwies auf die Aufsichtsratssitzung Angang kommender Woche.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%