Nevag nicht in Gefahr
Windkraftanlagen-Bauer Frisia meldet Insolvenz an

Der Windanlagenbauer Frisia hat den Gang zum Insolvenzrichter angetreten. Über die weitere Zukunft sei noch keine Entscheidung gefallen, sagte der Sprecher des Mutterkonzerns Nevag Dirk Neuber am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Eine Abwicklung der Frisia wollte er nicht ausschließen.

dpa-afx MINDEN. Die nicht börsennotierte Nevag ist mehrheitlich in den Händen der Umweltkontor-Vorstände Leo Noethlichs und Heinrich Lohmann. Nach Angaben von Neuber ist die Nevag derzeit nicht von der Insolvenz bedroht.

In finanzielle Nöte geriet Frisia wegen mangelhafter Gehäuse an ihren Windkraftanlagen. Frisia habe diese austauschen müssen, sagte Neuber. "Das hat einiges gekostet." Im vergangenen Geschäftsjahr habe ein Großteil des Verlustes aus der Austauschaktion resultiert. Der Sprecher bezifferte den Verlust im vergangenen Jahr auf rund 9 Mill. DM. Endgültige Zahlen würden allerdings noch nicht vorliegen. Der Umsatz betrug in 2000 voraussichtlich rund 34 Mill. DM.

Auf die Frisia könnten allerdings weitere Forderungen zukommen. "Es laufen noch Schadensersatzansprüche", sagte Neuber. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen 20 Anlagen aus. In diesem Jahr sollen es 21 sein.

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