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New York Börsen freundlich erwartet

In den kommenden Tagen dürften die Prognosen für die anstehenden Quartalszahlen die Kurse an der Wall Street bewegen. Die kommende Ertragssaison beginnt in den USA bereits Anfang Oktober. Und wie es so ist, Gewinnwarnungen bleiben da nicht aus. PRI Automation, der weltweit größte Hersteller von automatischem Werkzeug für Chipfabriken dürfte die Stimmung auf diesem Sektor leicht trüben. Das Unternehmen warnte die Anleger am Morgen vor schlechteren Quartalszahlen als ursprünglich erwartet.

Nachdem sich die Chipaktien im gestrigen Handel erholt hatten, dürfte die Nachricht den Chipsektor leicht unter Druck setzten. PRI Automation warnte am Morgen vor einem schwächeren Ergebnis für das vierte Quartal. Als Grund führt das Unternehmen Produktionsprobleme und Zulieferengpässe an. Mitch Tyson, CEO des PRI Automation, wies darauf hin, dass die Probleme des Unternehmens jedoch rechtzeitig erkannt worden sein. Anleger und Investoren könnten die Gewinnwarnung ängstlicher Weise als Zeichen für ein rückläufiges Wachstum des Chipsektors deuten und sich von ihren Aktien trennen. Die Aktien von Novellus und Applied Materials, dem weltweit größten Hersteller von Zubehör für die Chipindustrie, verloren bereits vorbörslich an Wert. Beflügelnd wirken sich dagegen die guten Nachrichten bei Tenet Healthcare vorbörslich auf den Markt aus. Die zweitgrößte Krankenhauskette der USA erwartet für das erste Quartal einen höheren Gewinn als ursprünglich erwartet. Der Grund für das voraussichtlich gute Ergebnis sollen höhere Preise und gestiegene Aufnahmegebühren sein. Die Aktie gewinnt vorbörslich an Wert. Die Futures deuten auf einen freundlichen Start in den Handelstag hin. Der S&P 500 Future steht mit drei Punkten leicht im Plus. Der Eröffnungsindikator der Nasdaq notiert stärker mit rund 38 Punkten im positiven Bereich. Cyberonics hat das Angebot von Medtronic, dem weltgrößten Produzenten von Herzschrittmachern, abgelehnt. Hatten gestern Übernahmefantasien den Kurs der Aktie beflügelt, ist der Zauber heute morgen wieder vorbei. Cyberonics, die Geräte zur Behandlung von Epilepsie herstellen, wolle das eigene Management behalten, heißt eine der Begründungen. Die Einkaufstour der europäischen Banken dauert an. Das Wall Street Journal berichtet am Morgen, dass die Dresdner Bank in Verhandlungen mit der New Yorker Investmentbank Wasserstein Perella steht. Nachdem in den vergangenen Monaten UBS und Credit Suisse ihre Unternehmen mit amerikanischen Firmen aufgestockt haben, geraten andere europäische Banken in Zugzwang. Weiterhin spannend bleibt ob und wer J.P. Morgan erwirbt. Auch um Lehman Brothers ranken sich Spekulationen einer Akquisition. Die Gerüchteküche wird dem amerikanischen Finanzsektor heute sicherlich weiterhin Aufwind verschaffen. Oakley, ein Hersteller von Brillen und Sportswear, lockt Anleger mit Gewinnschätzungen von mindestens 21 Cents pro Aktie für das abgelaufene Quartal. Das sind drei Cents mehr als von Analysten erwartet. Oakley klettert vorbörslich und blickt auf einen sonnigen Börsentag. Siebel Systems hat wieder zugeschlagen. Der kalifornische Softwarehersteller kauft den kanadischen Konzern Janna Systems für 972 Millionen Dollar in Aktien. Die Akquisition soll Siebels Finanzsoftwarebereich antreiben. Am heutigen Börsentag kann Siebel mit Verlusten rechnen, schon vorbörslich fällt der Wert um zehn Prozent. Nu Horizon Electronics plant einen Aktiensplitt. Drei zu zwei Aktien sollen die Aktionäre von dem Vertreiber von elektronischen Komponenten für einen Wert erhalten.

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