New York Times brachte jahrelang erfundene Geschichten
Turbulentes Medienjahr 2003

Irak-Krieg, Rundfunkgebühren, die Aufregung um das ehemalige Kirch-Imperium prägten das Medienjahr 2003. Ein neuer Typus des Kriegsberichterstatter wurde erschaffen: Als "embedded journalist" erlebten die Reporter den Irak-Krieg hautnah aus Sicht der Soldaten mit.

HB HAMBURG. Die Gemüter erhitzten sich in diesem Jahr hauptsächlich an dem von den USA geführten Irak-Krieg. Schon vor der Rede von US-Präsident George W. Bush zur Lage der Nation Ende Januar begannen die Redaktionen, ihre Korrespondentenbüros rund um den Irak zu verstärken. In Live- Sendungen wurde aus dem Uno-Hauptquartier oder von Pressekonferenzen in Washington berichtet. Und Monate nach dem von den USA verkündeten Kriegsende sorgte kurz vor Jahresende die Festnahme des untergetauchten Ex-Diktators Saddam Hussein noch einmal für Schlagzeilen und Eil-Meldungen

.

Nach dem Beginn der Bombardierung Bagdads am 20. März dominierte der Irak-Krieg wochenlang und teilweise über Monate die Medien. In Deutschland waren die Gesichter der Kriegsreporter Antonia Rados, Ulrich Tilgner und Stephan Kloss täglich auf dem Bildschirm präsent. Neben "normalen" Fernsehbildern erlebten die Zuschauer auch wieder - wie schon aus dem Afghanistan-Krieg - die leicht verschwommenen Bilder, die per Videophone übertragen wurden.

Und ein neuer Typ des Kriegsberichterstatters wurde geschaffen: der "embedded journalist", der "eingebettet" in eine amerikanische oder britische Militäreinheit an dem Feldzug teilnahm und den Krieg aus Sicht der Soldaten erlebte. Viele Medien verzichteten auf diese Möglichkeit, weil sie um ihre Unabhängigkeit fürchteten. Anders als noch im Irak-Krieg von 1991 machten deutsche Zeitungen und Nachrichtensendungen ausdrücklich darauf aufmerksam, dass alle Berichte aus dem Irak durch den Filter der Militär-Zensur gegangen waren.



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