New Yorker Börsen rutschen ins Minus
US-Konjunkturzahlen verbreiten keine Initialzündung

Die New Yorker Aktienmärkte standen am Donnerstag im Zeichen der Geschäftszahlen, die am Vortag nach Börsenschluss veröffentlicht worden waren. Im Blickpunkt standen die Aktien des Computerherstellers IBM, nachdem der Konzern einen Gewinneinbruch bekannt gegeben hatte. Über die Zukunft äußerte sich der Konzern zum Unmut der Analysten nicht. "Es hat ein wenig Enttäuschung darüber gegeben, dass für 2003 keine Belebung des Geschäfts angekündigt wurde", reagierte auch Michael Sheldon, Analyst bei Spencer mit Unverständnis. Die Aktie stieg dennoch um 3 % .

jck NEW YORK. Auch die mit Spannung erwarteten Konjunkturzahlen sorgten für keine nachhaltige Wirkung. Der Index der US-Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität in den USA hat sich im Juni nicht verändert, teilte das Wirtschaftsforschungs-Institut Conference Board mit. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia ist im Juli deutlicher als erwartet gefallen, signalisiert aber weiter eine Belebung der wirtschaftlichen Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe. Dennoch zeigten die US-Märkte im Handelsverlauf eine schwache Tendenz. Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten US-Werte verzeichnete ein Auf und Ab. In den letzten Handelsminuten sank er um 1,5 % ins Minus. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index tendierte mit 2,9 % im Minus, während der breiter gefasste Standard & Poors-500-Index 2,7 % verlor. "Die erhoffte Erholung der Technologiewerte ist in weite Ferne gerückt", sagte Alan Ackerman, Analyst von Fahnestock & Co.

Die Aktie des US-Mikroprozessoren-Herstellers Advanced Micro Devices (AMD) verlor bis zu 5,5 %, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, im abgelaufenen Vierteljahr den vierten Quartalsverlust in Folge verbucht zu haben. Branchenführer Intel macht AMD mit dem Pentium-4-Chip das Leben schwer. Allerdings hatte auch Intel in dieser Woche Investitionskürzungen, sowie die Streichung von 4 000 Arbeitsplätzen angekündigt. Die Intel-Aktie fiel zwischenzeitlich um 2 %.

Zu den großen Verlierern im Dow zählte an diesem Handelstag Philip Morris. Obwohl der Gewinn im zweiten Quartal trotz höherer Zigarettenpreise stärker als erwartet gesteigert wurde, sanken die Titel auf ein Minus von 3,7 %. Deutlich unter Druck standen AOL Time Warner. Medienberichten zufolge wurden die Umsätze aus Werbeeinnahmen durch ungewöhnliche Transaktionen gesteigert. Das Unternehmen erklärte zwar, es habe in Übereinstimmung mit den US-GAAP-Regeln bilanziert, doch zeigten sich die Anleger skeptisch. Die AOL-Aktie verzeichnete daraufhin ein Minus von 5,4 %.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%