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New Yorker Indizes im Keller

Am Freitag, einem dreifachen Hexensabbat, verbuchten die New Yorker Börsen hohe Verluste. Am "Triple Witching Day" sind an den Terminbörsen sowohl die Optionen auf Aktien als auch die Optionen und Futures auf Indizes gleichzeitig fällig. Zum Wochenende verloren der Dow und auch der Nasdaq Index über zwei Prozent. Auch der S&P 500 Index testete neue Tiefststände. Der Nasdaq Index hat in dieser Woche neun Prozent abgegeben. Damit sind die Gewinne der vergangenen Woche fast ausgelöscht.

Computer- und Softwarehersteller erlebten einen schwarzen Freitag. Microsoft war am Freitag mit einem Minus von rund elf Prozent der größte Verlierer des Nasdaq und des Dow Jones Indexes. Damit läutete das Unternehmen eine Verkaufswelle an der Wall Street ein. Kräftig abgeben mussten auch die Blue Chips IBM, Intel und Hewlett-Packard.



Am Donnerstag hatte Microsoft die Wall Street mit einer Gewinnwarnung geschockt. Wie das Unternehmen mitteilte, werden die Gewinnerwartungen für das zweite Quartal um fünf bis sechs Prozent reduziert. Das wirtschaftliche Umfeld belastet PC-Verkäufe, was wiederum die Softwareverkaufszahlen reduziert. Etwa 90 Prozent der weltweiten PCs werden mit dem Windows Betriebssystem betrieben. In den vergangenen Wochen hatten bereits Compaq, Gateway und Intel ihre Erwartungen reduziert. Daher kommt die Warnung von Microsoft nicht überraschend.



In einem Sog von Analysten-Abstufungen gerieten auch EMC und Siebel Systems. Analysten sehen die hohen Preise der Werte angesichts der abkühlenden Konjunktur nicht gerechtfertigt.



Vertrauen in das einstige Nasdaq Zugpferd Cisco verloren die Anleger, nachdem nachdem der Vizepräsident Gary Daichendt seine Kündigung erklärte. Mit Daichendt verlässt bereits der zweite Topmanager innerhalb der vergangenen vier Monaten den Netzwerkausrüster.



Den Nasdaq-Gegenpol bildete Oracle. Der Wert stand den gesamten Handelstag auf dem Siegertreppchen der Technologiebörse. Der Datenbankspezialist konnte die Gewinnerwartungen der Analysten um einen Cent übertreffen.



Auch die Quartalszahlen von Adobe gefielen den Investoren. Der Softwarehersteller schlug ebenfalls die Erwartungen der Analysten. Zwar ging der Gewinn im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 20 Prozent zurück, lag damit aber immer noch über den Prognosen. Die Aktie konnte an Wert gewinnen.



Mäßige aber doch konstante Gewinne verbuchten die Werte, die von der Präsidentschaft Bush profitieren könnten. Zu Branchen, denen es am Freitag gut ging, gehörten Werte der privaten Krankenversicherungen. Bush will die staatliche Krankenversicherung Medicare und Medicaid nicht weiter ausbauen wie es sein Gegner Al Gore geplant hatte. Davon profitieren die privaten Krankenkassen.

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