News Corp konzentriert sich nach gescheiterter Hughes-ÜBernahme auf internes Wachstum
Schwacher Werbemarkt lässt News-Corp-Gewinne sinken

Der Medienkonzern des australischen Unternehmers Rupert Murdoch, News Corp , hat angesichts der Schwäche des Werbemarkts im ersten Quartal 2001/2002 weniger verdient als vor Jahresfrist. Das Unternehmen, das neben Zeitungen, zahlreichen Fernsehsendern auch die US-Filmstudios Twentieth Century Fox besitzt, teilte am Mittwoch mit, der Gewinn ohne Sonderfaktoren sei im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2001/2002 auf 83 Mill. Dollar oder sechs Cents je US-Hinterlegungsschein gesunken. Ein Jahr zuvor waren es noch 149 Mill. Dollar oder 14 Cents gewesen.

Reuters NEW YORK. In der TV-Sparte sank der operative Gewinn auf vergleichbarer Basis um die Hälfte auf 52 Mill. Dollar. Dies begründete der Konzern vor allem mit ausgefallenen Werbeeinnahmen nach den Anschlägen vom 11. September und höheren Programmkosten. Zu News Corp gehört auch der US-Fernsehsender Fox TV.

Nach dem gescheiterten Kauf von Hughes Electronics konzentriere sich News Corp nun verstärkt auf das eigene Wachstum, sagte Konzernchef Murdoch in einer Pressemitteilung. Der Australier hatte vor kurzem sein Angebot zur Übernahme der Satellitenfernsehsparte Hughes Electronics Corp des Automobilkonzerns General Motors zurückgezogen, weil GM auch mit dem anderen Interessenten EchoStar verhandelt hatte. News Corp hatte sich anderthalb Jahre um eine Übernahme von Hughes bemüht, den Zuschlag erhielt jedoch EchoStar.

Den Umsatz für das Quartal bis Ende September bezifferte News Corp auf 3,40 Mrd. Dollar nach 3,24 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Einschließlich von Veränderungen in den Bilanzierungsregeln für 2001 und 2002 wies News Corp einen Überschuss von 73 Mill. Dollar oder fünf Cents je Aktie aus. Ein Jahr zuvor war nach dieser Berechnung noch ein Verlust von 268 Mill. Dollar oder 27 Cents je Aktie verbucht worden. News Corp hatte vor einem Monat davor gewarnt, dass das Gewinnwachstum 2002 durch einen schwachen Werbemarkt sowie durch die Folgen der Anschläge vom 11. September belastet werde. Zu dem Zeitpunkt stellte der Medienkonzern ein prozentuales Gewinnwachstum im hohen einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich in Aussicht. Zuvor war News Corp für 2002 noch von einem Gewinnplus zwischen 20 und 26 % ausgegangen.

In der Zeitungssparte sei der operative Gewinn im ersten Quartal um 24 % gesunken, hieß es weiter. Die Umsätze verringerten sich nach Angaben des Unternehmens um acht Prozent. Zu diesem Bereich von News Corp gehören unter anderem die "New York Post", die britische "Times" sowie die australische "Daily Telegraph".

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