Nicht in die Nähe von stark bevölkerten Gebieten
Nasa überdenkt Weg für Columbia-Landeanflüge

Die US-Weltraumbehörde NASA überdenkt nach dem Absturz der Raumfähre "Columbia" die Prozeduren bei Landeanflügen.

HB/dpa WASHINGTON. Wie die "Washington Post" am Montag berichtete, wird überlegt, die Anflugwege nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu verlegen, um stark bevölkerte Gebiete zu vermeiden.

Grund dafür ist dem Blatt zufolge der Regen von Trümmerstücken, der nach dem Auseinanderbrechen des Shuttle vor allem Texas traf. Die Nasa sei zu dem Schluss gekommen, dass das Unglück, bei dem alle sieben Astronauten an Bord ums Leben gekommen waren, noch weitaus schlimmere Folgen hätte haben können.

Wäre die "Columbia" nur einen kleinen Augenblick früher auseinander gebrochen, "hätten Trümmer auf die Innenstadt von Dallas und Fort Worth fallen können", zitierte die Zeitung den leitenden Raumfahrt-Experten William Readdy von der Nasa. Diese Erkenntnis habe ihn dazu veranlasst, eine Untersuchung darüber einzuleiten, wie künftig das Überfliegen stark bevölkerter Gebiete vermieden werden könne.

Das rund 90 Tonnen schwere Shuttle war in Zehntausende Teile zerbrochen. So schlugen auf der Erde zum Beispiel große Stücke des Landefahrwerks, einer Tür und eines Tanks auf. Das größte Trümmerteil maß der Nasa zufolge 4,20 Meter mal 1,50 Meter. Insgesamt sind rund 84 000 Bruchstücke geborgen worden, die fast alle dünn besiedeltes oder unbewohntes Gebiet getroffen hatten.

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