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Nicht meckern, sondern anpacken!

Haben Sie auch schon Ihr Flug-Ticket, ich sollte besser fragen, Ihr "Flucht-Ticket"?

Wieso ist Ihr Firmensitz eigentlich noch in Deutschland, einem Standort ohne Zukunft? Warum haben Sie ihre Konten noch nicht nach Luxemburg, in die Schweiz oder auf die Kanalinseln verlagert?

Wenn Sie sich neu motivieren wollten, dann war das vergangene Wochenende der richtige Zeitpunkt. Im Ernst: Geradezu unerträglich, wenn immer lauter und mit Schaum vor dem Mund gegen das rot-grüne Maßnahmenpaket gewettert wird - fast muten die Schlagzeilen der Sonntagspresse wie eine konzertierte Kampf-Kampagne an: "Unternehmen wollen fliehen" - "Der Abzocker" - "20 Millionen Sparer müssen zittern" - "Der Immobilienwirtschaft droht ein Desaster". Und wer abends ausgewogene Aufklärung durch die Promi-Runde von Sabine Christiansen erwartete, nahm anschließend enttäuscht alle Fragezeichen mit ins Bett.

Warum, so frage ich mich, stellen wir uns wieder einmal selbst ein Bein? Die Lage unserer Volkswirtschaft ist brisant genug. Warum so einseitig eine nur begrenzt handlungsfähige Regierung unter Beschuss nehmen, wenn längst klar sein müßte, dass nationale Politik kaum noch richtungsweisende Impulse vermitteln kann? Auch sollte nicht der Eindruck erweckt werden, als würden morgen die umstrittenen Gesetze in Kraft treten: Wichtige Elemente der Koalitionsvereinbarungen sind doch schon jetzt bei ihren Unterzeichnern umstritten.

Es gibt keinen Grund zur Flucht, auch nicht zur Kapitalflucht. Es gibt aber viele gute Gründe, dass wir uns alle aktiv darum bemühen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Übrigens: Heute finden Sie auf in einer großen Frankfurter Zeitung die Meldung, dass DIHK-Präsident Braun die deutschen Unternehmen tadelt, weil sie Chancen unzureichend nutzten. Auch sollten sich Unternehmer nicht über eine hohe Steuerlast beklagen. So, so! Packen Sie?s mit an! Der Staat ist pleite, auf den privaten Sektor kommt es an.

Machen Sie?s gut - bis morgen!

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