Nicht-Nato-Länder bieten Unterstützung an
China schließt Beteiligung an US-Militäroperation nicht aus

Nach den Terroranschlägen in den USA hat China eine Beteiligung an einer möglichen US-Vergeltungsoperation nicht ausgeschlossen.

afp PEKING. Voraussetzung für einen solchen Militäreinsatz sei ein breites internationales Votum, etwa der Vereinten Nationen, erkärt der chinesische Vize-Außenminister Wang Guangya in Peking. Die internationale Gemeinschaft müsse im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit "resolut" auf den Terrorimus antworten. Zugleich forderte Peking die NATO vor Vergeltungsmaßnahmen zu Konsultationen auf. Jegliche Folgehandlung nach den Anschlägen habe auch Auswirkungen auf andere Regionen, betonte Wang. Am Mittwochabend hatte die NATO als Reaktion auf die verheerenden Anschläge in New York und Washington erstmals in ihrer Geschichte den Bündnisfall festgestellt.

Japan warnte nach den Anschlägen vor dem Ausbruch eines Krieges. Auf längere Sicht könnten die Terrorakte Auslöser für einen Krieg sein, sagte Regierungssprecher Yasuo Fukuda in Tokio. Am Mittwoch hatte Ministerpräsident Junichiro Koizumi den USA die Unterstützung seines Landes zugesagt. Inwieweit Tokio Washington im Kriegsfall unterstützen könne, sei noch unklar, betonte Fukuda. Laut Verfassung muss sich Japan für alle Zeiten aus dem Krieg heraushalten. Artikel neun der Verfassung verbietet zudem die Unterhaltung einer Armee sowie die Lösung internationaler Konflikte mit Gewalt.

Australien kündigte unterdessen an, Washington im Rahmen des gemeinsamen Verteidigungsbündnisses militärisch zu unterstützen. Ähnlich wie bei der NATO verpflichtet der ANZUS-Pakt die beiden Staaten und Neuseeland bei einem Angriff zum gegenseitigen Beistand. Der nationale Sicherheitsrat befasse sich derzeit mit dieser Frage, teilte Vize-Regierungschef John Anderson am Donnerstag in Canberra mit.

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