Nicht nur für gut betuchte Trendsetter ...
Flachbildschirme liegen im Trend

Sie sind groß, schlank, schön und edel, und in ihren Adern fließt flüssiges Kristall: Liquid-Crystal-Displays (LCD), Monitore mit Flüssigkristall-Anzeige, sind aus keiner Werbeagentur mehr wegzudenken - schließlich wirken sie einfach hipper als die klobigen Monitore alter Machart. Doch mittlerweile finden sich die Flachmänner auch immer öfter in einfachen Büros und Behörden sowie im heimischen Gefilde wieder.

Während erste Modelle noch mit mausgrauem Gehäuse und Klumpfuß daherkamen, sind sie nun in Schwarz, Silber oder Anthrazit gekleidet, lassen sich in fast jede beliebige Richtung drehen, in der Höhe verstellen oder gar um 90 Grad wenden. Außerdem können die Hingucker mit Leistung überzeugen: Hohe Kontrastverhältnisse von 500 : 1 oder Lebensdauern von bis zu 60 000 Stunden sind keine Seltenheit mehr.

Samsung setzt voll auf flach: mit mehr als einem Dutzend neuer TFT- Displays. Die Abkürzung steht für Dünnfilmtransistor-Monitore. Ähnlich wie bei Radios ersetzen die Monitorhersteller jetzt die Platz schluckenden Röhren mit erheblich kleineren Transistoren.

Marktführer Samsung zeigt auf der Cebit die Syncmaster 151P und 171P, für deren Design Porsche verantwortlich ist. Während der 15-Zöller eine Auflösung von 1 024 x 768 Pixeln und ein Kontrastverhältnis von 450 : 1 bietet, kann der 17-Zöller mit 500 : 1 bei 1 280 x 1 024 Punkten aufwarten. Beide Geräte lassen sich in das A4-Hochformat drehen und sind sowohl mit einer analogen als auch einer digitalen Schnittstelle versehen. Da es jedoch schon immer etwas teurer war, einen Porsche zu fahren, zählen sie mit Preisen von 890 und 1 290 Euro nicht zu den Schnäppchen. Erhältlich sind sie voraussichtlich im April.

Großformatiger präsentieren sich der seit kurzem erhältliche Samsung 181T (1 750 ) und der neue 191T. Sie eignen sich besonders für Grafiker, die sprichwörtlich eng zusammenarbeiten. So lassen sich dank des extrem schmalen Gehäuserahmens je zwei Bildschirme aneinander reihen. Auch bei ihnen beträgt die Auflösung 1 280 x 1 024 Punkte und der Kontrast 500 : 1. Der Syncmaster 211 MP wiederum stellt gar 1 600 x 1 200 Pixel dar.

Das vermutlich im dritten Quartal 2002 erhältliche Gerät beweist, dass man trotz flacher Bauweise nicht auf Funktionsvielfalt und Leistung verzichten muss. Der Multi-Funktionsmonitor lässt sich sogar als Fernsehapparat nutzen. Ein entsprechender TV-Tuner ist zwar nicht eingebaut, soll jedoch als externes Gerät mitgeliefert werden. Auch die beiden Lautsprecher sind extern: Sie werden seitlich vom Bildschirm angebracht und verleihen ihm so zusätzliche Leichtigkeit.

Bei Philips gibt es insbesondere Zuwachs unter den Kleinen. Schließlich ergänzte das Unternehmen erst im Januar seine 17- und 18-Zöller um neue Modelle. Im April soll nun die Familie der 15-Zöller wachsen. Allen voran das Professional-Modell 150P3 mit eingebauten 48-Watt-Lautsprechern, dessen Ausmaße gegenüber seinen Vorgängern um die Hälfte geschrumpft sind. Für Business-Anwender gibt es den 150B3, und als schlichteres Standardmodell ist der 150S3 (ab 569 ) zu haben. Sämtliche Neulinge zeichnen sich durch einen zusammenklappbaren Sockel aus, der den Transport erleichtert, sowie einen nur 1,8 Zentimeter flachen Frontrahmen. Besonders praktisch: Als Zubehör ist ein USB-Hub mit vier Anschlüssen erhältlich - er lässt sich in die Rückseite des Standfußes einbauen, beansprucht also keinen eigenen Platz.

Auch Sharp, der Vorreiter unter den Anbietern von LCD-TV-Geräten, setzt weiterhin auf Flüssigkristall. So wollen die Asiaten bis 2005 ihre Röhrenprodukte in Japan komplett durch LC-Displays ersetzen. In Deutschland will man sich bis spätestens 2007 von der Röhre verabschiedet haben.

Dabei beweist Sharp mit seinem Flaggschiff, vor welcher Zukunft Flachbildschirme stehen: Der LC-30HV2E misst 76 Zentimeter in der Diagonale (30 Zoll) und präsentiert problemlos Filme im 16:9-Format. Dank eines Blickwinkels von 170 Grad sowohl horizontal als auch vertikal, lässt sich das Bild selbst aus dem hintersten Eckchen ohne Farbverschiebungen genießen. Der weltgrößte LCD-TV-Bildschirm soll um die 10 000 kosten - und dürfte damit selbst für trendbewusste Werbeagenturen mehr als einen Hauch zu teuer sein.

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