Nicht nur harmlose Kinderspiele
Kinderportal im Internet für Kinder-Pornografie missbraucht

dpa DÜSSELDORF. Ein in Düsseldorf erstelltes Internet- Angebot für Kinder soll für eine Verbindung zu Kinderpornos missbraucht worden sein. Das bestätigte am Mittwoch das Unternehmen Europortal Internet AG. Die Firma bietet unter "www.kinderportal.de" ein so genanntes Portal mit Verweisen zu speziellen Online-Angeboten besteht. Der Verweis zu pornografischen oder erotischen Inhalten sei ohne Wissen des Unternehmens entstanden.

"Als wir den Link gesetzt haben, wurden auf der betroffenen Seite tatsächlich harmlose Kinderspiele vorgestellt", sagte Unternehmenssprecherin Ursula Esten-Schneider. Erst später sei der ursprüngliche Inhalt offenbar von dem Besitzer der fremden Seite gegen kinderpornografisches Material ausgetauscht oder ergänzt worden.

Als Anrufer auf das anstößige Angebot hinwiesen, habe man die Verknüpfung umgehend gelöscht. "Wir betreuen insgesamt über 80 solcher Portale mit mehr als 40 000 Links, die unsere 20-köpfige Redaktion im Nachhinein nicht ständig überprüfen kann", sagte Esten- Schneider.

Eine Sprecherin der Düsseldorfer Polizei bestätigte am Mittwoch die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens in dem Fall. "Wir werden in den nächsten Tagen deshalb das Bundeskriminalamt einschalten", sagte sie, weil der Porno-Anbieter offenbar im Ausland sitze.

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