"Nicht nur in Regierungskreisen" nützlich
Datenlöschprogramm nach Helmut Kohl benannt

Ihre Phrasendreschmaschine wird angeblich regelmäßig von der politischen Kaste genutzt. Auf Ihren Internet-Seiten bietet die Firma neben einem Jahr-2000-Anti-Virus-Spray und dem PC-Fieberthermometer allerlei elektronischen Unfug an. Angesichts der brisanten Lage um verschwundene Akten in Bonn hat sich Alpenland Aktenvernichtung entschlossen, dem großen Förderer der Aktenvernichtung in Deutschland ein Software-Programm zu widmen.

Die bayerische Software-Firma hat ein Programm zur gründlichen Vernichtung von Computerdaten nach Exkanzler Helmut Kohl benannt. Auf Grund der Berichte über gelöschte Festplatten im Kanzleramt unmittelbar vor dem Regierungswechsel im Herbst 1998 stellte die in Grafrath bei Fürstenfeldbruck ansässige Firma die Software mit der Bezeichnung helmut_kohl_datenloescher.exe zum kostenlosen Download im Internet zur Verfügung.

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Das kostenlose Programm sei "nicht nur in Regierungskreisen" ein sehr nützliches Werkzeug, erklärte das Unternehmen. Beim schlichten Löschen von Daten mit den üblichen PC-Betriebssystemen verbleiben die digitalen Informationen auf der Festplatte und werden lediglich aus der zentralen Verwaltungsdatei des Datenträgers, der "File Allocation Table" (FAT) entfernt.

Helmut_kohl_datenloescher.exe überschreibt jedoch jedes Byte sieben Mal mit einer Null, so dass die Daten nicht rekonstruiert werden können. Bisher seien Denkmäler in Marmor und Basalt gemeißelt worden, erklärte Alpenland. "Die Neuzeit geht neue Wege und benennt nun Softwareprogramme nach historischen Figuren."

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