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Nichts für Zimperliche: Gerritsens Medizinthriller „Todsünde“

Tess Gerritsens Thriller sind stets mit roter Tinte geschrieben. Der Leser watet gleichsam in Blut, liest er die Werke der Internistin aus Maine, die ihren Arztkittel längst an den Nagel gehängt und sich mit durchschlagendem Erfolg zur schreibenden Zunft gesellt hat. Ihr neuester Medizinthriller „Todsünde“ steht an Brutalität den früheren Büchern nicht nach.

dpa MÜNCHEN. Tess Gerritsens Thriller sind stets mit roter Tinte geschrieben. Der Leser watet gleichsam in Blut, liest er die Werke der Internistin aus Maine, die ihren Arztkittel längst an den Nagel gehängt und sich mit durchschlagendem Erfolg zur schreibenden Zunft gesellt hat. Ihr neuester Medizinthriller "Todsünde" steht an Brutalität den früheren Büchern nicht nach.

Bereits auf den ersten Seiten wird der Leser mit in den Keller der Gerichtsmedizin genommen, um zuzusehen, wie die schrecklich zugerichtete Leiche einer jungen Nonne unter dem Seziermesser zerlegt wird. Gerritsens Krimis sind Geschmackssache. Sie sind sicher spannend zu lesen, reizen aber die Nerven bis an die Grenze des Erträglichen. Die Autorin versteht es immer wieder, angsterregende Motive in ihre Geschichten einzubauen und in Taburäume einzudringen. Deshalb sollten Zartbesaitete ihre Bücher lieber nicht zur Hand nehmen.



Tess Gerritsen

Todsünde

Limes Verlag, München

411 S. Euro 22,90

Isbn 3-8090-2475-9

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