Nida-Rümelin geht wieder in die Wissenschaft
Bundeskulturminister gibt Amt auf

Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin gibt nach knapp zwei Jahren sein Amt auf. Er werde auf seinen Philosophie-Lehrstuhl an der Universität Göttingen zurückkehren, teilte der SPD - Politiker am Dienstag auf der Bundespressekonferenz in Berlin mit.

dpa BERLIN. Als möglicher Nachfolger ist der Berliner SPD-Politiker Thomas Krüger von der Bundeszentrale für politische Bildungsarbeit im Gespräch. Über die Neubesetzung soll aber erst während der Koalitionsverhandlungen entschieden werden.

Der frühere Münchner Kulturreferent Nida-Rümelin hatte im Januar 2001 die Nachfolge von Michael Naumann (SPD) angetreten, der vorzeitig aus dem Amt geschieden war. Nach der Bundestagswahl hatte der 47-jährige Wissenschaftler deutlich gemacht, dass er sein Amt gerne weiterführen würde, wenn ihm die Universität Göttingen seinen Lehrstuhl für Philosophie weiter frei hält. Die Hochschule hatte jedoch klar gemacht, dass für sie ein großes Opfer wäre, den Lehrstuhl für weitere Jahre vertreten lassen zu müssen.

Nida-Rümelin sagte dazu, er sei kein Berufspolitiker und es sei für ihn von Anfang an klar gewesen, dass er nach seiner politischen Tätigkeit in seinen Beruf als Philosophie-Professor zurückkehren werde. Darüber habe er Gespräche mit dem Rektor der Universität geführt.

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